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19.10.2016

Stiftung Wohlfahrtspflege NRW unterstützt Bethel-Projekte


Günter Garbrecht (3.v.l.) übergab die beiden Förderbescheide an (v.l.) Prof. Dr. Martin Driessen, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Ev. Krankenhauses Bielefeld, Prof. Dr. Günther Wienberg, stellvertr. Vorstandsvorsitzender der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, Prof. Dr. Karin Tiesmeyer, Ev. Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Peter Franke und Michael Conty, Geschäftsführer Bethel.regional. Foto: Paul Schulz

Der NRW-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Landtagsausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Günter Garbrecht, hat jetzt Förderbescheide der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW in Höhe von insgesamt rund 1,5 Millionen Euro für zwei Betheler Projekte übergeben. Die Projekte sollen die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen verbessern.

Das Modellprojekt „WiEWohnen“ untersucht die Wirksamkeit von Maßnahmen der „Eingliederungshilfe Wohnen für Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen“. Denn außer dem finanziellen Aufwand und den jährlich steigenden Zahlen ist wenig darüber bekannt, welche Leistungen zur sozialen Rehabilitation im Lebensbereich Wohnen tatsächlich erbracht werden, wie sie wirken und für wen welche Hilfe in welcher Wohnform die beste ist.

Wesentliche Ziele des Projektes sind die Entwicklung von empirisch begründeten Standards für die Hilfen, insbesondere von Kriterien für eine differenziertere Zuweisung zu unterschiedlichen Wohnangeboten, und die Schaffung verbesserter Grundlagen für sozialpolitische Entscheidungen. Das Projekt wird von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW mit 788.000 Euro gefördert. Es wird im April 2017 starten und im Herbst 2020 abgeschlossen sein.

Weitere 700.000 Euro übergab Günter Garbrecht als Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Wohlfahrtspflege an das Projekt „Wahlmöglichkeiten sichern!”, das Bethel.regional gemeinsam mit der Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe entwickelt. „Ziel ist es, die Selbstbestimmungsmöglichkeiten von Menschen mit komplexer Behinderung und pflegerischem Unterstützungsbedarf zu verbessern“, erklärte Projektleiter Peter Franke. Aktuell leben sie deutlich seltener als Menschen mit geringerem Hilfebedarf in einer eigenen Wohnung. „Auch sie sollen mehr Wahlfreiheit zwischen stationären und ambulanten Angeboten bekommen“, betonte Günter Garbrecht. Deshalb sollen in dem Projekt Wohnwünsche ermittelt und ihre Umsetzung vorangetrieben werden.


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