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20.09.2016

Tag der Patientensicherheit im Ev. Krankenhaus Bielefeld


Je mehr Tabletten eingenommen werden, desto größer ist die Gefahr, dass sich die Medikamente gegenseitig beeinflussen. Foto: Paul Schulz

Dr. Stefan Schwenzer, Annika Hilgers und Prof. Dr. Heiner Berthold klärten über Nutzen und Risiken von Tabletten auf. Foto: Manuel Bünemann

Je älter, desto mehr Tabletten

Pillen schlucken ist ganz einfach – oder etwa doch nicht? Immerhin geht jede hundertste Krankenhauseinweisung auf einen vermeidbaren Medikationsfehler zurück. Je mehr Tabletten jemand einnimmt, desto höher das Risiko für Nebenwirkungen. „Wir wissen, dass Medikamente neben ihrem großen Nutzen auch großen Schaden anrichten können“, betont Prof. Dr. Heiner Berthold, Chefarzt im Ev. Krankenhaus Bielefeld (EvKB) zum Internationalen Tag der Patientensicherheit am 17. September. In diesem Jahr stand der Aktionstag unter dem Motto Medikamentensicherheit.

„Je älter die Menschen, desto mehr Medikamente nehmen sie ein. Das können, wenn chronische Erkrankungen vorliegen, durchaus über zehn verschiedene Präparate sein“, informiert Prof. Berthold in seinem Vortrag im Johannesstift in Bielefeld. Der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Geriatrie im EvKB kennt sich als Klinischer Pharmakologe mit Medikamenten aus. Je mehr Tabletten die Patienten einnehmen, desto größer die Gefahr, dass sich die Medikamente gegenseitig beeinflussen. Wirkung und Nebenwirkung eines Arzneimittels sind darüber hinaus auch altersabhängig. Seit Kurzem gibt es eine Liste auf der die Präparate aufgeführt sind, die für Senioren ungeeignet sind.

Beim Informationstag mit Fachvorträgen und kulinarischem Angebot wurde auch der neue Bundesmedikationsplan vorgestellt. Ab 1. Oktober 2016 haben alle Patienten, die drei oder mehr Medikamente einnehmen einen gesetzlichen Anspruch darauf. „Oft weiß der Hausarzt nicht, was der Facharzt verordnet hat und umgekehrt“, so Dr. Stefan Schwenzer, Referent der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Berlin und einer der „Architekten“ des Medikationsplans.

Tipps für die richtige Einnahme von Tabletten gab es von der EvKB-Apothekerin Annika Hilgers. Nicht nur Arzneimittel zeigten Wechselwirkungen sondern auch Lebensmittel und Getränke. Daher sollten Tabletten mit Leitungswasser eingenommen werden, nie mit Milch, Säften, Tee oder Kaffee. Und wenn die Tablette eine Bruchkerbe habe, heiße das nicht immer, dass man sie auch teilen dürfe, so die Fachfrau.

Die Veranstaltung in der Kapelle im Johannesstift war der Auftakt zu Woche für Pflegende Angehörige in Bielefeld. Bis zum 24. September werden Informationen, Austausch, Konzerte und ein Gala-Dinner zum Verwöhnen angeboten. Das Programm steht im Internet unter www.pflegende-angehoerige-bielefeld.de


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