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18.11.2009

Westfälische Landeskirche und Bethel bauen gemeinsam


Halbzeit beim Archivneubau in Bethel

Bielefeld/Bethel. Vorne die Kantine, links daneben das Kaufhaus Ophir - so präsentierte sich das zweistöckige Gebäude am Bethelplatz jahrzehntelang den Besuchern. Zurzeit befindet sich dort eine große Baustelle. Für rund 6 Millionen Euro wird der Komplex um- und zum Teil auch neugebaut. Dort hinein werden im Sommer 2010 die Archive der Westfälischen Landeskirche und die der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel gemeinsam ziehen.

Mit einem kleinen Baustellenfest wurde der Fortschritt des gemeinsamen Archivgebäudes gefeiert. „Eine solche Kooperation ist in dieser Weise einzigartig und unterstreicht die enge Zusammengehörigkeit zwischen Kirche und Diakonie“, so Pastor Ulrich Pohl, Vorstandsvorsitzender der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel. Neben dem landeskirchlichen Archiv und dem Betheler Hauptarchiv ziehen auch die Archive der Diakonissenanstalt Sarepta und der Diakonenanstalt Nazareth in das Gebäude mit 4800 Quadratmetern Nutzfläche.

Vor der Baustelle (v. l.): Dr. Jens Murken, Leiter des Landeskirchlichen Archivs, Kerstin Stockhecke, Leiterin des Betheler Hauptarchivs, Klaus Winterhoff, stellvertretender Vorsitzender des Betheler Verwaltungsrats, Thomas Oelkers vom Vorstand der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel, Pastor Ulrich Pohl, Vorstandsvorsitzender der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel und Reinhard Röse, Leiter Immobilienmanagement Bethel.

Insgesamt 22 Kilometer stehen für das Archivgut zur Verfügung und gewährleisten dessen dauerhafte Sicherung, Benutzung und wissenschaftliche Auswertung. Bethel belegt davon rund zwei Kilometer und die Landeskirche sechs bis acht. Über lange  Zeit wird also ausreichend Platz für Nachschub sein. „Wir sind uns der Verantwortung bewusst mitten in der Ortschaft Bethel ein aktives Haus der Geschichte zu betreiben“, sagt Kerstin Stockhecke, Leiterin des Hauptarchivs Bethel.

Das Archivzentrum erinnere nicht nur an die gemeinsame Geschichte von Kirche und Diakonie, betont Klaus Winterhoff, Vizepräsident des Landeskirchenamtes der Evangelischen Kirche von Westfalen und stellvertretender Vorsitzender des Betheler Verwaltungsrates. „Es erinnert auch an die gemeinsamen Wurzeln, aus denen die gemeinsame Zukunft wächst.“

Das Archivgut wird unter optimalen Bedingungen aufbewahrt, um eine lange Haltbarkeit der Dokumente zu garantieren. Zusätzlich werden in dem Komplex noch Büros für wissenschaftliches Arbeiten, Seminar- und Nutzerräume untergebracht. Nicht zuletzt kehrt in das ehemalige Ophirgebäude die Kantine zurück. Das neue Haus wird laut den Architekten ein Nullemissionsgebäude und soll ein lebendiges Zentrum mitten im Herzen Bethels werden.

 


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