v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
 
Spenden
Suchen
09.11.2017

Wohnheim-Ersatzbau für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen


Der 19-jährigen Federica Haus gefällt ihr neues Zuhause im Ersatzbau von Haus Regenbogen.

Der Regenbogen-Neubau am Quellenhofweg: Die Begrünung der Außenanlagen fehlt noch, die Handwerker sind mit letzten Innenmaßnahmen beschäftigt. Fotos: Gunnar Kreutner

Umzug von Regenbogen zu Regenbogen

Familienfotos aufhängen, Bücher in Regale sortieren, Kleiderschränke einräumen und Kuscheltiere dekorieren. Bis in den Abend hinein waren die Mitarbeitenden und die jungen Bewohner des Hauses Regenbogen mit dem Umzug in ihr neues Zuhause beschäftigt. Überall in dem Wohnheim für behinderte Kinder und Jugendliche in Bethel wurden Kartons gewuchtet und Koffer geschleppt. Einige Handwerker sind auch in den kommenden Tagen noch mit letzten Arbeiten beschäftigt.

Bereichsleiterin Paula Garcia war besonders viel im Haus unterwegs und wie ihre Kollegen sichtlich bemüht, die individuelle Wünsche der Bewohner so gut es geht zu erfüllen. „Alle sind sehr aufgeregt. Für unsere Bewohner ist das heute ein ganz großes Ereignis“, weiß Paula Garcia.

Auch die 19-jährige Federica Haus räumte eifrig ihren Taschen aus, während eine Mitarbeiterin ihr Bett für die erste Nacht bezog. Vor allem ihre geliebte Spielesammlung sollte einen schönen Platz bekommen. Federica Haus gefällt ihr Zimmer. „Toll, dass ich jetzt ein eigenes Badezimmer habe“, sagte sie freudestrahlend. Vorher mussten sich die Bewohner teilweise zu Dritt ein Bad teilen. Auch der Weg zu ihrer Werkstatt bleibe sehr nah, freut sich Federica Haus.

Der Ersatzbau des Hauses Regenbogen am Quellenhofweg 75 wurde unmittelbar neben dem alten Gebäude auf einem 5.650 Quadratmeter großen Grundstück errichtet. „Bei der Standortwahl war es uns wichtig, dass die Nähe zur Mamre-Patmos-Schule und einigen Werkstätten bestehen bleibt, damit die Bewohner auch in Zukunft weitgehend selbstständig zur Schule oder zur Arbeit gehen können“, erklärt Bethels Regionalleiter Detlef Vincke.

Rund 4,2 Millionen Euro hat Bethel in das Bauprojekt investiert, davon rund 2 Millionen aus Spendenmitteln. Das alte Gebäude war deutlich in die Jahre gekommen und wurde den Anforderungen nicht mehr gerecht. In dem Wohnheim leben 25 Kinder und Jugendliche mit geistigen, körperlichen und schweren Mehrfachbehinderungen in Einzelzimmern – verteilt auf sechs Wohngemeinschaften. Hinzu kommt ein geschlossenes Wohnangebot mit zwei Plätzen für Bewohner mit erheblich fremd- und selbstgefährdendem Verhalten. Der Altbau wird im Laufe des Jahres 2018 abgerissen und das gewonnene Areal zunächst zur Freifläche ohne bestimmten Verwendungszweck.


© 2017 v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel