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20.07.2018

Wohnungslosentreffen in Freistatt


Frank Kruse gehört zu den Initiatoren des Wohnungslosentreffens. Fotos: Elbracht.

Ab Sonntag findet in Freistatt zum dritten Mal ein großes überregionales Wohnungslosentreffen statt. Bis zu 120 Menschen sollen an dem facettenreichen Veranstaltungsprogramm teilnehmen können, das bereits 2016 und 2017 viele Wohnungslose nach Freistatt führte.

Die Grundidee der Initiatoren - des Diakonischen Werks Niedersachsen, von Bethel im Norden und des Vereins Armutsnetzwerk in Freistatt - ist, dass die Betroffenen über das Wohnungslosentreffen Strukturen aufbauen und langfristig selber ihre Stimme erheben. Das Projekt habe zwar einen Freizeitcharakter, vor allem aber klar definierte politisch-gesellschaftliche Ziele, wie den Aufbau einer Selbstvertretung. Man wolle die Kompetenzen der Menschen fördern, so Frank Kruse, Leiter der Wohnungslosenhilfe von Bethel im Norden und Mitinitiator des Projekts. Die Einladung zum „Sommercamp“ richtet sich nicht nur an Teilnehmer aus Deutschland. Bisher nahmen auch wohnungslose Menschen aus Österreich, den Niederlanden, Dänemark, Norwegen und Portugal teil. 

Das Programm, das bis zum 29. Juli läuft, umfasst Gemeinschaftsaktivitäten, wie Sportangebote, Konzerte und Kinoabende, sowie Workshops und Informationsveranstaltungen zu Rechtsthemen, Glaubensfragen oder Elternschaft. Im vergangenen Jahr entstand eine Frauengruppe, die auch in diesem Jahr mehrmals im Rahmen des Treffens zusammenkommt. 

„Die größte Schwierigkeit bei der Organisation des Projekts ist die Mittellosigkeit der Wohnungslosen“, sagt Frank Kruse. Um den Teilnehmern Unterkunft, Verpflegung und Fahrgeld zu ermöglichen, wird das Treffen mithilfe von Zuschüssen der „Aktion Mensch“, des Diakonischen Werks Niedersachsen und der Stiftung Bethel finanziert. Das in Deutschland einzigartige Projekt wird in diesem Jahr vorerst zum letzten Mal in Freistatt abgehalten. 2019 soll es in Herzogsägmühle in der Nähe von München stattfinden


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