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07.09.2017

Schulaktion bewegt 2600 Menschen

Das Bethel-Logo ist voller Leben

Faszination, knallharte Planung und ein bisschen Glück mit dem Wetter waren die besten Voraussetzungen, um eines der ungewöhnlichsten Projekte im Jubiläumsjahr 150 Jahre Bethel umzusetzen. Ziel war es im Sportpark Gadderbaum das Bethel-Logo mit Schülerinnen und Schülern nachzubilden. Die Mega-Aktion klappte dank eines reibungslosen Miteinanders sehr gut, Riesenspaß inklusive.

Die Blicke von 2400 Schülerinnen und Schülern sowie 200 Lehrern und Begleitpersonen gehen gen Himmel. Ihr Blick zielt auf eine Minikamera in einer Drohne, die gut 50 Meter über den Köpfen das Schauspiel im Sportpark Gadderbaum aufzeichnet. Es wurde eine leicht seitliche Perspektive sowie ein gebührender Abstand gewählt, denn aus Sicherheitsgründen darf das Gerät niemals direkt über Menschen fliegen. Cooler Sound aus 16 Lautsprechern rund um den Sportplatz hält alle bei Laune. Die Stimmung ist trotz kleiner Wartepausen bestens. Klaus-Hermann Bunte, stellvertretender Schulleiter der Mamre-Patmos-Schule und einer der Hauptorganisatoren des lebenden Bethel-Logos, gibt klare Anweisungen durchs Mikrofon. Auf Kommando werfen alle ihre Bethel-Mützen in die Höhe – von oben ist das ein großartiger Anblick: Das Bethel-Logo voller Leben.

„Wir wollten etwas Ungewöhnliches machen und die Idee, ein lebendes Logo darzustellen, hat uns allen gut gefallen“, erzählt Bunte, der gemeinsam mit Andreas Nöh die Bärenarbeit für dieses Projekt geleistet hat. Barbara Manschmidt, Geschäftsführerin des Stiftungsbereich Schulen, verliebte sich sofort in die Idee und unterstützte das Duo tatkräftig. „Die Logistik war nicht ohne, denn alle Schulen haben sich an dieser Aktion beteiligt“, erzählt Bunte, der stundenlang mit Andreas Nöh vom Bereich proWerk zusammengesessen hat, um den Ablauf für die Megaaktion detailliert zu planen. Eine mächtige Herausforderung und eher was für mathematische Talente. Für die sechs Buchstaben des Wortes Bethel und das Kreuz standen 105 Meter Breite zur Verfügung. Das Höhenmaß vom „B“ war 23 Meter, ausreichend Platz für rund 400 Menschen. Das „e“ war 18 Meter hoch.

„Betheljahrpraktikanten, diakonische Helfer und FOS-Praktikanten der der Mamre-Patmos-Schule haben die Buchstaben mit Flatterband und Steinen vorgelegt.“ Eine knifflige Arbeit, bei der Radius, Durchmesser und Maßband bestimmend waren. Parallel dazu gab es für jede Klasse, die mitmachte einen exakten Standplatz, der detailliert ausgeschildert war. „Zusätzlich hatten wir nicht gerade die besten Wetteraussichten, sogar Sturmböen bis zu 40 Kilometer waren für den Drehtag angesagt“, so Andreas Nöh, der einen Tag vor der Aufzeichnung mit Klaus-Hermann Bunte entschied: „Wir ziehen das Ding durch!"

Eine bessere Entscheidung hätten die beiden nicht treffen können. Die gut informierten Lehrerinnen und Lehrer hatten ihre Schülerinnen und Schüler bestens auf den Einsatz im Buchstaben vorbereitet. Jeder Buchstabe hatte sogar noch einen kompetenten „Buchstabenpaten“, der das Große und Ganze im Blick hatte und kleine Problemchen sofort löste.

Nach zwei Trainingsversuchen, bei denen 2600 Menschen auf den Kunstrasenplatz zu ihrem Buchstaben stürmten, wurde es ernst. Die Drohne surrte in 50 Metern Höhe, die Regenwolken waren weggeschoben, der Wind verhielt sich ruhig, die Musik machte Laune, kleine Fanblock-Choreographien wurden eingeübt und dann hieß es: Achtung Aufnahme! „Wir sind unheimlich stolz auf alle, die mitgemacht haben. Das ging so diszipliniert ab. Die Bethel-Schulen haben Gemeinschaft gezeigt“, freut sich Klaus-Hermann Bunte.

 

Fotos: Schulz

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