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27.04.2017

Forderungen für die „Zukunft der Arbeit“

  • Zukunft der Werkstätten
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„Jeder Mensch kann etwas!“

„Menschen sind dann am glücklichsten, wenn sie ihre Fähigkeiten entfalten können!“ Diese Erkenntnis von Aristoteles habe nicht an Aktualität verloren – ganz im Gegenteil, fanden die rund 260 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fachtagung „zusammen.arbeiten.gestalten – Zukunft der Arbeit für Menschen mit Behinderung“, die gestern (26.04.2017) im Assapheum in Bielefeld-Bethel anlässlich des Bethel-Jubiläums stattfand.

„Es ist wichtig, dass jeder dort arbeiten kann, wo er möchte. Das zu realisieren, muss das Ziel sein“, betonte die Vorsitzende des Gesamtwerkstattrates von Bethel proWerk, Laureen Gäde, bei der Tagung. proWerk hatte sie gemeinsam mit der Andreas-Mohn-Stiftung, der Initiative für Beschäftigung Ostwestfalen-Lippe und dem Betheler Fachausschuss Arbeit veranstaltet.


Die Werkstatträte stellten ihre 2016 erarbeitete „Betheler Erklärung“ vor. In dieser haben sie Forderungen für die Zukunft der Arbeit von Menschen mit Behinderungen formuliert. So verlangen sie unter anderem mehr Anerkennung für ihre Leistungen, eine bessere Entlohnung und mehr Arbeitsplätze, die den Fähigkeiten der einzelnen Menschen entsprechen. Der Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bielefeld, Thomas Richter, ist von dem Umsetzbarkeit überzeugt: „Man kann für alle den passenden Arbeitsplatz gestalten, denn jeder Mensch kann etwas!“

Der Geschäftsleiter der Initiative für Beschäftigung OWL e.V., Volker Wilde, äußerte sich zudem optimistisch, dass die Chancen behinderter Menschen auf dem ersten Arbeitsmarkt durch den demografischen Wandel steigen. Er führe nicht nur zu einem enormen Verlust an Fachkräften, sondern auch an Hilfskräften. „Menschen mit Beeinträchtigungen können diese Lücke schließen“, so Volker Wilde.

Fotos: Schulz

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