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Bethel impft gegen Corona

Plakatmotiv

Um Mitarbeitende, Klientinnen und Klienten bestmöglich vor einer Covid-19-Infektion zu schützen, wird Bethel in enger Abstimmung mit der Stadt Bielefeld und der Kassenärztlichen Vereinigung in den kommenden Wochen eine eigene Impfstelle in der Ortschaft Bethel einrichten. Diese ist eine Nebenstelle zum Zentralen Impfzentrum der Stadt. So soll sichergestellt werden, dass Bethel seiner besonderen Fürsorgepflicht gegenüber kranken, alten und Menschen mit Behinderung sowie allen Mitarbeitenden in den Bethel-Einrichtungen gerecht wird.

Standort für diese Impfstelle wird voraussichtlich das Assapheum am Bethelweg 1 sein. Für die Impfung von Klientinnen und Klienten werden schon jetzt mobile Teams in den Einrichtungen eingesetzt. Die Impfstelle in Bethel ist keine Nebenstelle für den gesamten Stadtteil Gadderbaum. Geimpft werden sollen dort ausdrücklich nur Personen, die entweder in den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Bielefeld arbeiten oder Leistungen von Bethel in Bielefeld empfangen.

Derzeit werden Regelungen dafür ausgearbeitet, welche Personengruppen in welcher Reihenfolge impfberechtigt sind. Bei der Priorisierung folgt Bethel den Vorgaben der Kassenärztlichen Vereinigung. Sie basieren auf den Ausarbeitungen der Ständigen Impfkommission (STIKO). Das Zentrale Impfzentrum der Stadt Bielefeld unter der ärztlichen Leitung von Prof. Dr. Theodor Windhorst wird ebenfalls nach diesen Kriterien vorgehen. Eine Impfpflicht besteht nicht. Die Impfung erfolgt nach ausführlicher medizinischer Aufklärung durch qualifiziertes Fachpersonal. Impfberechtigte Personen werden sobald wie möglich über weitere Einzelheiten zu Ablauf und Terminvergabe informiert werden.

Fragen zur Impfung gegen COVID-19

Wer kann sich durch die Impfstelle in Bethel impfen lassen?

In der Impfstelle im Assapheum werden Mitarbeitende der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel gemäß einer Priorisierung (s.u.) auf freiwilliger Basis geimpft. Die entsprechenden Mitarbeitendengruppen werden durch die Impfstelle angesprochen. Eine Einzelvereinbarung von Terminen ist zunächst nicht möglich. Eine Impfung von Externen ist hier nicht vorgesehen und erfolgt im Impfzentrum (in Bielefeld in der Stadthalle. Hierfür ist eine Terminvereinbarung zwingend erforderlich, der über die Telefonnummer der Kassenärztlichen Vereinigung 116117 vereinbart werden kann!).

Betheler Klienteinnen und Klienten, die in Einrichtungen Bethels leben oder im Rahmen der Pflegeversicherung (z. B. in einer Tagespflege) betreut werden, werden entweder durch mobile Impfteams in den jeweiligen Einrichtungen geimpft oder erhalten Termine für eine Impfung in der Impfstelle.

Wer wird zuerst geimpft?

Aufgrund begrenzter Impfstoffverfügbarkeit kann die Impfung zunächst nur bestimmten Personengruppen angeboten werden, die ein besonders hohes Risiko für schwere oder tödliche Verläufe einer COVID-19-Erkrankung haben oder die beruflich entweder besonders exponiert sind oder engen Kontakt zu vulnerablen Personengruppen haben. Dabei gelten auch für die Impfstelle Bethel die aktuellen Vorgaben des Bundesgesundheitsministeriums, nach denen die folgenden Personengruppen zur höchsten Priorisierungsgruppe zählen: 

  • Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben

  • Personen, die in stationären und teilstationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind 

  • Personen, die im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen, sowie Personen, die im Rahmen der ambulanten Pflege Begutachtungs- oder Prüftätigkeiten ausüben

  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in den Impfzentren sowie in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden

  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus
    SARS-CoV-2 besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin
    Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 vom 8. Februar 2021

Nähere Informationen zur Impfreihenfolge finden Sie unter www.zusammengegencorona.de/infos-zum-impfen/informationen-fuer-fachleute/die-impfreihenfolge/

Wie läuft die Impfung ab?

Für die Impfung gegen COVID-19 sind zwei Impftermine notwendig. Der Abstand zwischen beiden Terminen variiert je nach verwendetem Impfstoff. Mehr zu den verschiedenen derzeit eingesetzten Impfstoffen finden Sie weiter unten im FAQ-Bereich. 

Hat die Impfung Nebenwirkungen?

Sowohl die mRNA-Impfstoffe der Firmen BioNTech/Pfizer und Moderna als auch der Vektor-Impfstoff von AstraZeneca zeigen im Einsatz bisher nur überschaubare Nebenwirkungen. Diese können – einem Infekt ähnlich – leichte Grippesymptome, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen sowie Muskelkater sein. Am häufigsten wurden lokale Nebenwirkungen an der Injektionsstelle (Oberarm) beobachtet, die aber innerhalb von wenigen Tagen wieder abgeklungen sind. Weitere Informationen zu möglichen Nebenwirkungen hat das RKI in seinen Auklärungsmerkblättern zur COVID-19-Impfung mit Vektorimpfstoff sowie mit mRNA-Impfstoff zusammengestellt: www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/COVID-19/Aufklaerungsbogen-Tab.html

Wo kann ich den Verdacht einer Nebenwirkung melden?

Sollten Sie den Verdacht einer Nebenwirkung haben, können Sie dies sowohl Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt als auch beim Paul-Ehrlich-Institut (PEI) als oberster Bundesbehörde, Ihrem örtlichen Gesundheitsamt oder online melden: nebenwirkungen.bund.de/nw/DE/home/home_node.html

Geplant wird zudem eine App, die Ihnen solche Meldungen erleichtern soll.

Können anderen Impfungen, wie zum Beispiel eine Pneumokokken-Impfung, parallel zur COVID-19-Impfung durchgeführt werden?

Dies wäre theoretisch zwar möglich, aber es sollte vermieden werden, um etwaige Nebenwirkungen auseinanderhalten zu können.

Kann ich COVID-19 übertragen, wenn ich geimpft bin?

Die Frage, ob man nach einer zweimaligen Impfung plus 7-10 Tagen bei einer Infektion Viren weitergeben kann, ist noch nicht abschließend geklärt. Daher gelten bis auf weiteres auch die AHA-Regeln und Kontaktbeschränkungen für Geimpfte.

Wie viel Prozent der Bevölkerung in Deutschland sollten sich impfen lassen?

Bei der Beantwortung dieser Frage müssen zwei Aspekte bedacht werden: der Individualschutz und der Gemeinschaftsschutz. Grundsätzlich sollte jeder, der sich gegen COVID-19 impfen lassen möchte, eine Impfung bekommen können (Individualschutz). Mathematische Modelle zeigen, dass erst bei einer Immunität von ca. 70% in der Bevölkerung die Übertragungen von SARS-CoV-2 soweit limitiert sind, dass diese Pandemie vorüber geht (Gemeinschaftsschutz). Allerdings ist derzeit nicht vorhersagbar, inwieweit eine Immunität die Virus-Transmission (Übertragung) unterbindet oder wenigstens reduzieren kann. Insofern ist dem Individualschutz, also dem Schutz der geimpften Person vor einer COVID-19 Erkrankung oder einem schweren Verlauf der Erkankung, eine hohe Bedeutung zuzumessen. Zudem fehlen noch detaillierte Daten dazu, wie wirksam die einzelnen COVID-19-Impfstoffe sind und wie lange der Impfschutz anhält – auch dies beeinflusst, wie viel Prozent der Bevölkerung sich impfen lassen müssten, um bei 70% der Bevölkerung eine Immunität entstehen zu lassen und damit die Pandemie einzudämmen.

(Quelle: Bundesministerium für Gesundheit www.zusammengegencorona.de/informieren/informationen-zum-impfen/, abgerufen am 14.01.2021, 08:50)

Wann kann eine Impfung nicht durchgeführt werden?

Die gesundheitlichen Kriterien, ob die Impfung gegen COVID-19 stattfinden kann, sind denen der Grippeschutzimpfung sehr ähnlich.

Eine Impfung kann nicht durchgeführt werden bei:

  • einem Infekt mit Fieber von mehr als 38,5°C 
  • Menschen mit einer chronischen Erkrankung, bei denen in den zurückliegenden sechs Wochen eine deutliche Zunahme an benötigten Medikamenten notwendig gewesen ist
  • Frauen mit bestehender Schwangerschaft
  • Personen unter 16 Jahren
  • Personen mit Allergien, die schon einmal zu einem anaphylaktischen Schock bzw. zu schweren Reaktionen geführt haben (Allergien gegen Impfstoffe, Medikamente, Lebensmittel etc.) sowie Allergien auf weitere Inhaltsstoffe der Impfung.
  • Patienten mit Lysetherapie (erhebliche Einschränkung der Blutgerinnung)

Eine Impfung kann eingeschränkt durchgeführt werden bei:

  • hochdosierter immunsuppressiver Therapie
  • schwerer Erkrankung mit Kachexie

Eine Impfung kann durchgeführt werden bei:

  • banalen Infekten, auch wenn sie mit leicht erhöhten Temperaturen (< 38,5°C) einhergehen 
  • möglichem Kontakt der zu impfenden Person zu Personen mit ansteckenden Krankheiten
  • Krampfanfällen in der Familie
  • Fieberkrämpfen in der Anamnese
  • Ekzem u. a. Dermatosen, lokalisierte Hautinfektionen
  • Behandlung mit Antibiotika
  • Behandlung mit niedrigen Dosen von Kortikosteroiden oder lokal angewendeten steroidhaltigen Präparaten
  • angeborene oder erworbene Immundefekte bei Impfung mit Totimpfstoffen

Impfen bei Immundefizienz bzw. Immunsuppression
Personen mit Immundefizienz bzw. Immunsuppression leiden häufig an Infektionskrankheiten, die bei diesen Personen mit schwereren Verläufen einhergehen als bei Immungesunden. Daher sollten Menschen mit Immundefizienz bzw. Immunsuppression grundsätzlich einen möglichst weitreichenden Schutz durch Impfungen erhalten. Hier sollte eine Stellungnahme des behandelnden Arztes/Ärztin vorgelegt werden, ob eine COVID-19-Impfung möglich ist.

Stillende Frauen
Stillende Frauen können alle notwendigen Impfungen erhalten außer einer Impfung gegen Gelbfieber, so die STIKO in ihren Empfehlungen. Auch bei den beiden gerade zugelassenen mRNA-Vakzinen hält die STIKO es für unwahrscheinlich, dass eine Impfung der Mutter während der Stillzeit ein Risiko für den Säugling darstellt. Studiendaten dazu fehlen jedoch. Bei Stillenden mit erhöhtem COVID-19-Risiko überwiegt der potenzielle Nutzen die Sicherheitsbedenken, betonen die Deutschen Gesellschaften für Perinatale Medizin (DGPM) und für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) sowie die Nationale Stillkommission (NSK) in einer gemeinsamen Mitteilung.

Werde ich geimpft, wenn ich schon eine COVID-19-Infektion hatte?

Es ist davon auszugehen, dass Personen, die von einer SARS-CoV-2-Infektion oder COVID-19 genesen sind zumindest vorübergehend über einen gewissen Schutz vor einer Erkrankung verfügen. Aufgrund dieser anzunehmenden Immunität nach durchgemachter Infektion, zur Vermeidung überschießender Nebenwirkungen und in Anbetracht des bestehenden Impfstoffmangels sollten ehemals an COVID-19 erkrankte Personen nach Ansicht der STIKO unter Berücksichtigung der Priorisierung im Regelfall etwa 6 Monate nach Genesung geimpft werden.

Sollte seitens der zu impfenden Person der ausrückliche Wunsch nach einer frühzeitigeren Impfung bestehen, ist eine ausführliche Beratung durch einen impfenden Arzt erforderlich. 

Wer bezahlt die Impfung?

Für die Bürgerinnen und Bürger wird die Impfung unabhängig von ihrem Versicherungsstatus kostenlos sein. Die Kosten für den Impfstoff übernimmt der Bund. Die Länder tragen gemeinsam mit der gesetzlichen Krankenversicherung und der privaten Krankenversicherung die Kosten für den Betrieb der Impfzentren.

(Quelle: Bundesministerium für Gesundheit www.zusammengegencorona.de/informieren/informationen-zum-impfen/, abgerufen am 14.01.2021, 08:50)

Welcher Impfstoff wird verabreicht?

Derzeit wird durch die Impfstelle Bethel neben den Impfstoffen auf mRNA Basis der Firmen BioNTech/Pfizer und Moderna auch der Vektor-Impfstoff der Firma AstraZeneca verimpft. Alle Impfstoffe besitzen eine offizielle Zulassung durch die EMA. Dabei kann Bethel in keiner Weise Einfluss auf die Verteilung bestimmter Impfstoffen in verschiedene Unternehmensbereiche oder Einrichtungen nehmen. Als „Nebenstelle“ des Bielefelder Impfzentrums ist die Impfstelle Bethel bei der Lieferung und Verteilung an die Vorgaben der NRW-Landesregierung gebunden.

Muss ich mich impfen lassen? Müssen Klientinnen und Klienten sich impfen lassen?

Die Impfung erfolgt grundsätzlich auf freiwilliger Basis, wird aber empfohlen, sofern keine Gegenindikation vorliegt. Die Impfung schützt zum einen die geimpfte Person selbst, zum anderen trägt sie zur Erhöhung der Impfquote bei. Virologen gehen davon aus, dass eine Impfquote von etwa 70 Prozent notwendig ist, um die sogenannte Herdenimmunität zu erreichen.

Warum sollte ich mich impfen lassen?

Die Impfung schützt zum einen die geimpfte Person selbst mit hoher Sicherheit vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus, zum anderen trägt sie zur Verbesserung der Impfquote bei. Virologen gehen davon aus, dass eine Impfquote von etwa 70 Prozent notwendig ist, um die sogenannte Herdenimmunität zu erreichen.

Wann und wie schützt die Impfung?

Für eine vollständige Immunisierung sind mit den mRNA-Impfstoffen von BioNTech/Pfizer und Moderna sowie dem Vektor-basierten Impfstoff von AstraZeneca zwei Impfstoffdosen notwendig.

Die STIKO empfiehlt einen Impfabstand von:

  • 3 bzw. 4 bis 6 Wochen für mRNA-Impfstoffe (BioNTech, Moderna)
  • 9-12 Wochen für den Vektor-basierten Impfstoff (AstraZeneca)

Der ausreichende Impfschutz bei Anwendung des BioNTech/Pfizer und des Moderna-Impfstoffs beginnt 7 bzw. 14 Tage nach der 2. Impfung. Aus den klinischen Prüfungen des AstraZeneca-Ipfstoffs kann ein Impfschutz ab dem 15. Tag nach der 2. Impfung abgeleitet werden. (Quelle: Robert-Koch-Institut www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/COVID-19/Aufklaerungsbogen-Tab.html, abgerufen am 19.02.2021).

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