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13.12.2017

Weihnachtspost sammeln für Bethel


Von Bethel zum Nordpol: Ludwig Kirsch sortiert internationale Briefmarken.

Briefmarken gesucht: Bethel bittet um Weihnachtspost. Fotos: Paul Schulz

Briefmarken sichern Arbeitsplätze für behinderte Menschen 

Bielefeld-Bethel. Von Bielefeld bis zum Nordpol – so lang wäre ein Band aus Briefmarken, wenn man alle Postwertzeichen, die in einem Jahr in der Briefmarkenstelle Bethel abgegeben werden, aneinanderreihen würde. Für die Strecke von über 4.000 Kilometern sind rund 130.000.000 Briefmarken nötig. Diese an Bethel gespendeten Postwertzeichen sichern Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen in Bethel.  

Hier erhalten rund 125 Menschen mit Behinderungen durch die Briefmarkenspenden eine sinnvolle Tätigkeit. Sie nehmen die Sendungen entgegen, sortieren die Marken und bereiten sie für den Verkauf vor. Einer von ihnen ist Ludwig Kirsch. Der 60-jährige Bielefelder ist neu im Briefmarken-Team: Erst seit einem halben Jahr arbeitet er mit den kleinen gezackten Raritäten. Sein Spezialgebiet sind internationale Postwertzeichen aus ganz Europa: „Auf Marken aus Griechenland steht Hellas. Und die russischen, die kann man gar nicht lesen. Die sind in kyrillischer Schrift!“, hat er gelernt. „Das war zuerst ganz schön schwierig“, erinnert er sich. „Aber jetzt kenne ich alle Nationalitäten.“ Ludwig Kirsch ist stolz drauf, dass er seine Arbeit so gut im Griff hat. Sie gibt ihm Kraft und Selbstvertrauen.

Gerade in der Weihnachtszeit bitten die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel darum, die Briefmarken der Weihnachtspost zu sammeln und an die Briefmarkenstelle Bethel zu schicken. Vor Weihnachten werden viele Grüße mit Briefmarken freigemacht und per Post verschickt. Zudem werden hierfür oftmals die schönen und bei Sammlern beliebten Weihnachts-, Wohlfahrts- oder Sonderbriefmarken verwendet. Der Erlös aus dem Verkauf an Sammler fließt in die diakonische Arbeit in Bethel.

Die Briefmarkenstelle Bethel ist inzwischen fast 130 Jahre alt. Sie ist eine der ältesten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland. Friedrich von Bodelschwingh hatte die Idee, mit dem Sammeln der entwerteten Briefmarken, eine sinnvolle Beschäftigung für behinderte Menschen einzurichten, die ihren oft eingeschränkten Fertigkeiten entspricht.

Bethel bittet darum, die abgestempelten und ausgeschnittenen Briefmarken an folgende Anschrift zu schicken: Briefmarkenstelle Bethel, Quellenhofweg 25, 33617 Bielefeld.

Weitere Informationen zur Briefmarkenstelle Bethel gibt es auf der Internetseite www.briefmarken-bethel.de


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