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27.05.2016

10 Jahre Fachhochschule der Diakonie


Vorlesung bei Prof. Dr. Jörg Martens: Der Studiengang Management im Sozial- und Gesundheitswesen gehörte zu den ersten drei Studiengängen. Foto: Paul Schulz

Das Haus Terach im Grete-Reich-Weg ist der Hauptsitz der Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld-Bethel. Foto: Paul Schulz

Geschäftsführer Diakon Carsten Böhrnsen. Foto: Paul Schulz

Rektorin Prof. Dr. Hilke Bertelsmann. Foto: Martin Eickhoff

"Eindrucksvoll rasant" gewachsen

Bielefeld-Bethel. Um ein Studium an der Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld-Bethel beginnen zu können, braucht man – neben ausreichend Motivation und Willen –  vor allem Eines: eine gute Internetverbindung. Denn „E-Learning“ und „Webinare“ sind wesentliche Bestandteile der berufsbegleitenden Studiengänge an der privaten Fachhochschule. Vor zehn Jahren – am 1. Juni 2006 – erhielt die FH der Diakonie die Akkreditierung für ihre ersten drei Studiengänge.

Die Fachhochschule der Diakonie in Bethel setzt auf eine Mischung aus internetgestütztem Lernen und Präsenzveranstaltungen. Nur so wird den meisten der rund 800 Studierenden das berufsbegleitende Studium überhaupt erst möglich. Erleichtert wird der Zugang auch dadurch, dass für die Studiengänge unter bestimmten Voraussetzungen keine allgemeine Hochschulreife verlangt wird. „Die Durchlässigkeit ist wahrscheinlich immer noch unser stärkstes Alleinstellungsmerkmal in Ostwestfalen und NRW“, ist Rektorin Prof. Dr. Hilke Bertelsmann überzeugt. Außerdem würden in fast allen Studiengängen eine Berufsausbildung und anspruchsvolle Weiterbildungen anerkannt. Das beschleunige das Studium.

Gegründet wurde die Fachhochschule der Diakonie im Januar 2006 von 15 diakonischen Unternehmen sowie dem Diakonischen Werk der Ev. Kirche in Deutschland. Hauptgesellschafter sind die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Insgesamt beschäftigen die mittlerweile elf Gesellschafter 35.000 Menschen in Pflege und Beratung, Betreuung und Assistenz, Bildung und Erziehung.

Die Hauptaufgabe der Fachhochschule ist es, Mitarbeitende im Bereich der Diakonie, der Kirche sowie des Sozial- und Gesundheitswesens für Fach- oder Führungsaufgaben zu qualifizieren. Außerdem sollen sie zum wissenschaftlichen Arbeiten befähigt werden. Gegenwärtig werden acht Bachelor- und drei Masterstudiengänge angeboten. Gestartet war die Fachhochschule mit drei Studiengängen und 84 Studierenden. „Rückblickend wurden unsere Studiengänge in einem irren Tempo entwickelt“, findet Hilke Bertelsmann – die vierte Rektorin nach Gründungsrektor Prof. Dr. Hanns-Stephan Haas, Prof. Dr. Martin Sauer und Prof. Dr. Thomas Zippert.

Auch Geschäftsführer Diakon Carsten Böhrnsen beurteilt das Wachstum der Fachhochschule der Diakonie als „eindrucksvoll rasant“. Ermöglicht worden sei es neben der finanziellen Unterstützung durch die Gesellschafter vor allem durch die Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Fachhochschule der Diakonie erhielt rund 1,5 Millionen Euro aus dem „Hochschulpakt“, mit dem das Land private Hochschulen förderte. Weitere 1,8 Millionen Euro bekam sie 2011 über den Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

An der Fachhochschule der Diakonie wird nicht nur gelehrt, sondern auch äußerst erfolgreich geforscht. Zahlreiche wissenschaftliche Projekte im Bereich des Sozial- und Gesundheitswesens wurden durchgeführt. Forschung und Lehre finden bald unter räumlich deutlich verbesserten Rahmenbedingungen statt. Denn im Herbst zieht die FH der Diakonie aus ihrem Hauptsitz im Haus Terach in das bis dahin komplett umgebaute Haus „Groß-Bethel“ um. Das Haus mit sieben neuen Hörsälen wird der zentrale Baustein eines großen Bildungscampus. Hilke Bertelsmann ist überzeugt, dass der neue Standort die Identität stärken wird. „Alles wird mit noch mehr Leben gefüllt, wenn es diesen zentralen Ort der Begegnung gibt.“


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