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25.11.2019

Ausstellung zeigt Arbeitsweise von Archiven


Kerstin Stockhecke (vorne, v. l.) und Jenny Janzen vom Hauptarchiv Bethel sowie Ingrun Osterfinke und Johanna Niederbiermann (hinten, v. l.) vom Landeskirchlichen Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen haben die Ausstellung gemeinsam zusammengestellt. An interaktiven Stationen können sich die Besucher in verschiedenen archivarischen Tätigkeiten ausprobieren. Fotos: Paul Schulz

Im Einsatz gegen das Vergessen

Bielefeld-Bethel. Muffige Aktenberge in staubigen Kellerbüros sortieren – so stellen sich viele den Arbeitsalltag von Archivaren vor. Dass die Realität anders aussieht, zeigt die gemeinsame Ausstellung „was machen die da?“ des Hauptarchivs Bethel und des Landeskirchlichen Archivs der Evangelischen Kirche von Westfalen. Noch bis Februar 2020 erhalten Besucher in den Räumen am Bethelplatz 2 Antworten auf typische Fragen rund um die Arbeit eines Archivs und erfahren Wissenswertes über den Wahrheitsgehalt gängiger Klischees.

An mehreren Stationen werden verschiedene Arbeitsschritte vorgestellt und erläutert. Die Aufgaben reichen von der Übernahme und Erhaltung von Dokumenten bis hin zu ihrer Erschließung für die Öffentlichkeit, zur Geschichtsforschung und zum Verfassen von Publikationen. Dabei können die Besucher der Ausstellung auch selbst tätig werden – zum Beispiel beim Stöbern in einer historischen Fotosammlung oder bei der konservatorischen Aufarbeitung von Papierbeständen. „Es gibt kaum ein Arbeitsfeld mit so vielen verschiedenen Tätigkeitsbereichen“, sagt Kerstin Stockhecke, die das Hauptarchiv Bethel leitet und die Ausstellung mitgestaltet hat.

Auch besondere Schätze gibt es zu sehen: Ausgestellt ist unter anderem die erste Akte Bethels aus dem Gründungsjahr 1867 sowie der berühmte Augenzeugenbericht des umstrittenen Widerstandskämpfers Kurt Gerstein zum Holocaust. Die beiden Archive am Bethelplatz bieten zusätzlich ein Begleitprogramm, bei dem Besucher einen Blick hinter die Kulissen werfen dürfen, bei einer Lesung den Originalton historischer Dokumente erleben können oder bei der Erforschung ihrer Vorfahren erste Tipps und Tricks zur Familienforschung bekommen.

Die Ausstellung „was machen die da?“ am Bethelplatz 2 ist ab sofort bis zum 20. Dezember, im neuen Jahr ab dem 6. Januar bis zum 28. Februar, montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es unter hauptarchiv-bethel.de.


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