v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
 
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26.04.2011

Bethel-Ausstellung „Gemeinschaft verwirklichen“


Diakonische Arbeit mit großer Vision 

Bremerhaven-Bielefeld/Bethel. Einen Überblick über die Entwicklung und die Arbeit einer der größten diakonischen Einrichtung Europas gibt die Wanderausstellung „Gemeinschaft verwirklichen“ der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Der Eröffnungsgottesdienst findet statt am Sonntag, 22. Mai 2011, um 10.00 Uhr mit Pastor Mathias Rösel (Große Kirche) und Pastor Dr. Bartolt Haase, v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in der Großen Kirche Bremerhaven.  

Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel setzen sich für behinderte, kranke, alte und sozial benachteiligte Menschen ein. Bethel ist mit seiner über 140-jährigen Geschichte geprägt durch die Ideen der Pastoren Friedrich und Fritz von Bodelschwingh. Sie wollten Menschen Hilfe geben, die woanders auf verschlossene Türen stießen. Aus dieser Idee heraus sind in Bielefeld und Eckardtsheim, im niedersächsischen Freistatt, im westfälischen Homborn und in Lobetal bei Berlin „Ortschaften der Hilfe“ mit Wohn-, Arbeits- und Betreuungsangeboten entstanden. 

Leben und Arbeiten in Bethel basieren auf dem Grundsatz, dass jeder Mensch seine von Gott gegebene Würde hat. Das heutige Selbstverständnis Bethels kommt in der Vision „Gemeinschaft verwirklichen“ zum Ausdruck: Alle Menschen in ihrer Verschiedenheit leben selbstverständlich zusammen, lernen und arbeiten gemeinsam. 

Zu den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel gehören Kliniken und Heime, Schulen und Kindergärten, Wohngruppen, Betriebe, Werkstätten und Werktherapien sowie Ausbildungsstätten. Die diakonische Arbeit steht heute vermehrt im Zeichen einer Ergänzung stationärer durch ambulante Hilfeangebote. Viele kleine Einrichtungen entstehen in Nachbarschaften im Raum Dortmund, in Düsseldorf, in Ostwestfalen und in Brandenburg. Inzwischen gibt es Einrichtungen und ambulante Dienste in sechs Bundesländern. Jährlich werden in den einzelnen Einrichtungen, Beratungsstellen und Krankenhäusern der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel mehr als 150.000 Menschen behandelt, betreut oder beraten. 

Die Wanderausstellung veranschaulicht mit Bildern, Grafiken und Texten neben der Geschichte Bethels und dem Wirken Friedrich von Bodelschwinghs die aktuelle diakonische Arbeit Bethels. Unter anderem werden die Arbeitsbereiche Behindertenhilfe, Hospizarbeit, Jugendhilfe, Altenhilfe, Kliniken und Psychiatrie vorgestellt. Kurz und verständlich wird auch erklärt, was Epilepsien sind, wie sie behandelt werden können und welche Hilfe die Betheler Epilepsie-Zentren Menschen mit einem Anfallsleiden geben können. Die einzelnen Themen werden auf Informationsinseln mit jeweils sieben bis neun Stellwänden präsentiert. 

Einige Informationsinseln sind mit modernen sensorischen und interaktiven Präsentationselementen ausgestattet. Sie geben den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, eigene Erfahrungen im Leben mit körperlichen Einschränkungen zu sammeln. 

Im interaktiven Ausstellungsteil „Tüfteln, Tasten und Wackeln“ können sich die Besucher auf neue Perspektiven einlassen und auf spielerische Art und Weise erkunden, welche Probleme mit einer Behinderung verbunden sind. 

Am Beispiel von Sylvia Schön und Kai Roprecht, die seit drei Jahren ein Paar sind, erhalten die Besucher einen lebendigen Eindruck vom Leben von Menschen mit Behinderung. Die beiden berichten, wie sie sich in Bethel kennen gelernt haben und wie sie gemeinsam ihren Alltag bewältigen. 

An freistehenden Multimedia-Säulen können sich die Besucher individuell und ausführlich über aktuelle Themen informieren. Für Rollstuhlfahrer gibt es einen Multimedia-Bildschirm auf Augenhöhe. Die Ausstellung und das Begleitheft sind deutsch- und englischsprachig. 

„Gemeinschaft verwirklichen“ wird von Sonntag, 22. Mai bis Donnerstag, 16. Juni 2011 in der Großen Kirche Bremerhaven,  Bürgermeister-Smidt-Str. 45, 27568 Bremerhaven zu sehen sein.  

Die Öffnungszeiten sind am Sonntag, 22. Mai 10.00 - 13.00 Uhr und 15.00 -17.00 Uhr, Montag, 23. Mai 10.00 – 17.00 Uhr und anschließend täglich 15.00 – 17.00 Uhr und nach telefonischer Anmeldung (Tel. 0471-42820).  

Informationen zur Ausstellung „Gemeinschaft verwirklichen“ geben die Öffentlichkeitsreferenten Petra Quadflieg-Hellwig und Helmut Bauer am Sonntag, dem 22. Mai sowie am Montag, dem 23. Mai 2011.


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