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27.10.2010

Bethel Kunstausstellung im Europaparlament Straßburg


Im Kreislauf von Leben und Tod 

Straßburg/Bielefeld-Bethel. Unter dem Titel „Der Lebenskreis – von der Geburt bis zum Sterben und darüber hinaus“ haben die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel einen bundesweiten Kunstwettbewerb für Menschen mit Behinderung in diakonischen Einrichtungen ausgerufen. Die besten Ergebnisse werden jetzt in einer Wanderausstellung an verschiedenen Standorten gezeigt.

Im Europaparlament in Straßburg im Bâtiment Winston Churchill, Raum WIC 200 wird die Ausstellung „Der Lebenskreis – von der Geburt bis zum Sterben und darüber hinaus“ am 22. November 2010 um 20:00 Uhr von Elmar Brok (MDEP) und Pastor Ulrich Pohl (Vorstandsvorsitzender Stiftung Bethel) eröffnet. 

Bereits im vergangenen August waren alle künstlerisch aktiven Menschen mit Behinderung, die in diakonischen Einrichtungen leben, eingeladen worden, ihre Beiträge in Bethel einzureichen. Die Teilnehmenden sollten künstlerisch zum Ausdruck bringen, welche Bilder und Vorstellungen sie mit dem Thema verbinden. Bielefelder Kunstexperten wählten aus den zahlreichen Einsendungen 30 Bilder aus, die in den kommenden Monaten durch Deutschland reisen. Mit einem vielschichtigen Acrylbild konnte Andreas Kretz aus der Kraichgauer Kunstwerkstatt in Sinsheim den Wettbewerb für sich entscheiden. Die farbenfrohe und lebendige Darstellung, die dem ernsten Titel „Mann im Sarg“ scheinbar trotzt, faszinierte die Jury. Der Sieger kann jetzt als Preis eine Reise nach Wahl mit der Betheler ReiseSchmiede unternehmen. Ebenfalls prämiert wurden Arbeiten von Thomas Lach, Rotenburger Werke der Inneren Mission, sowie von Doris Mayer und Bernd Bukowski, Diakonie Stetten e.V., die zu einem mehrtägigen Workshop in dem Betheler Künstlerhaus Lydda eingeladen werden. Bei den eingereichten Bildern handelt es sich um Collagen, Drucke, Zeichnungen und Malereien. Die Werke vermitteln, wie die Künstlerinnen und Künstler über das Leben und die Frage „Was kommt danach?“ denken und was sie empfinden. Ab April werden die Bilder unter anderem in Trier, Borkum, Cottbus, Berlin, Schwerin und abschließend im Europaparlament in Straßburg gezeigt werden. 

Die Wanderausstellung ist eine von mehreren besonderen Veranstaltungen, mit denen die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel ihres früheren prägenden Leiters Friedrich von Bodelschwingh anlässlich seines 100. Todestages am 2. April 2010 gedenken. Daher gibt die Ausstellung auch einen Einblick in das Lebenswerk von Friedrich von Bodelschwingh. Er gab Menschen Hilfe, die woanders auf verschlossene Türen stießen. Aus dieser Idee heraus hat Bethel in vielen Städten und Orten unterschiedliche Hilfeangebote für bedürftige Menschen geschaffen. 

Seit über 140 Jahren setzen sich die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, die eng mit den Hoffnungstaler Anstalten Lobetal verbunden sind, für behinderte, kranke, alte und sozial benachteiligte Menschen ein. Heute gibt es Betheler Einrichtungen und ambulante Dienste in sechs Bundesländern. Zu den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel gehören Kliniken und Heime, Schulen und Kindergärten, Wohngruppen, Betriebe und Werkstätten sowie Ausbildungsstätten und ambulante Dienste. Die diakonische Arbeit steht heute vermehrt im Zeichen einer Regionalisierung. Viele Angebote der Unterstützung und Assistenz entstehen in Nachbarschaften im Ruhrgebiet, im Rheinland, in Ostwestfalen, in Niedersachsen und in Brandenburg. So wurde im Dezember 2008 eine ambulante Lebens- und Wohnbegleitung in Cottbus eröffnet. Jährlich werden in den Betheler Einrichtungen, Beratungsstellen und Krankenhäusern mehr als 150 000 Menschen behandelt, betreut, gefördert oder beraten. 

Die Ausstellung ist dienstags bis donnerstags von 9:30 – 17:00 Uhr geöffnet. Besuchereingang: Bâtiment Louise Weiss, Allée du Printemps, 67070 Strasbourg

 

 


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