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31.08.2020

Bethel proWerk: Kooperationsprojekt mit der Universität Paderborn


Eine Auswahl an Produkten, die mit dem „Ultimaker-3D-Drucker“ hergestellt wurden, zeigen (v. l.) Fabienne Gehring und proWerk-Geschäftsführerin Michaela Diesen sowie Anne Kruse und Manuel Ott von der Universität Paderborn. Foto: Paul Schulz

Montagehilfen aus dem 3D-Drucker

Bielefeld-Bethel/Paderborn. Kleine Alltags- und Montagehilfen entstehen schichtweise im 3D-Drucker. Vom ergonomisch angepassten Löffelgriff über die Sortierschablone bis hin zum Getränkehalter reichen die Produkte, die künftig von den Beschäftigten von Bethel proWerk hergestellt werden können. Ein zentrales Ziel des Kooperationsprojektes mit der Universität Paderborn ist es, die Technologie für Menschen mit Behinderungen zugänglich zu machen.

Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung und der Druck von individuellen Alltags- und Montagehilfen. „Das Projekt soll Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen. Menschen mit Behinderungen wissen selbst am besten, was sie für ihren Arbeitsplatz oder im alltäglichen Leben benötigen“, erklärt Projektleiterin Anne Kruse von der Universität Paderborn.

Zwei 3D-Drucker sind im Rahmen des Projektes „proDruck“ an den proWerk-Werkstatt-Standorten am Quellenhofweg 27 und im Leinenmeisterhaus in Bielefeld im Einsatz. In diesen 3D-Druck-Werkstätten werden Menschen mit Behinderungen in dem neuen Tätigkeitsbereich beschäftigt, aber auch für die Anwendung der Technologie ausgebildet und für den freien Arbeitsmarkt vorbereitet.

Neben der Herstellung von Montage-Vorrichtungen und Alltagshilfen ist die Entwicklung einer 3D-Druck-Onlineplattform ein wichtiges Projektziel. „Über ein Forum können sich Menschen mit Behinderung über die Anwendung der Technologie mit Experten und untereinander austauschen“, informiert proWerk-Geschäftsführerin Michaela Diesen. Auch ein Online-Schulungsangebot werde etabliert. „Außerdem wollen wir die entwickelten Produkte über die Plattform verkaufen“, so Michaela Diesen.

Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Neben der Universität Paderborn und Bethel sind auch die Unternehmen LEONEX Internet GmbH und trinckle 3D GmbH an „proDruck“ beteiligt. Nach Abschluss des Projektes im Oktober 2021 soll die Online-Plattform die Produktideen über ganz Deutschland verbreiten. „Die konstruierten Montagehilfen könne für die Industrie auch als Vorbild dienen, um Menschen mit Behinderung den Zugang zu vielen Wirtschaftssektoren ermöglichen“, so Anne Kruse.

Menschen, die sich für die Entwicklung und Herstellung individueller Alltags- und Montagehilfen interessieren, können sich wenden an die Projektkoordinatorin bei Bethel proWerk, Fabienne Gehring, Telefon (0521) 144 1851, E-Mail: fanienne.gehring[at]bethel.de


Dateien:
Bethel_proWerk_3D_Druck.jpg (1.1 MB)
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