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30.04.2015

Betheler Naturschützer auf Wangerooge


Kerstin Emonds (v. l.) von EUROPARC Deutschland und Imke Zwoch von der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer übergaben David Kulina, Christian Ebke, Björn Landwehr, Sascha Müller, Jan Müller und Lothar Adorf kleine Geschenke als Dankeschön für die Arbeit des gesamten Gruppe.

Mit routinierten Handgriffen bekämpfte das Bethel-Team nicht heimische Pflanzenarten im Wangerooger Heidegebiet.

Erfolgreicher Einsatz im Wattenmeer

Bielefeld-Bethel/Wilhelmshaven. Traubenkirsche, Kartoffelrose und Riesenbärenklau sei es gehörig „an die Wurzeln“ gegangen, berichteten jetzt die Beschäftigten des „Grünen Bereichs“ von Bethel proWerk. Im Rahmen des Projekts „Ungehindert engagiert“ von EUROPARC Deutschland e. V. waren sie auf der ostfriesischen Insel Wangerooge im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer für den Naturschutz im Einsatz. Dort bekämpften sie unter anderem nicht heimische Pflanzenarten. Für ihr Engagement bekamen sie nun Preise von der Nationalparkverwaltung überreicht.

Das Schönste sei der sichtbare Erfolg gewesen, sagte Teilnehmer Christian Ebke im Hotel Lindenhof in Bielefeld-Bethel. Durch ihre ehrenamtlichen Einsätze im Wangerooger Heidegebiet, zuletzt im August 2014, hätten sich streng geschützte und gefährdete Pflanzenarten wieder ausgebreitet – zum Beispiel durch das Entschlammen wertvoller Kleingewässer. „Jetzt wächst dort wieder der seltene Strandling aus dem Wasser“, freut sich etwa Christian Ebke.

Insgesamt 15 junge Frauen und Männer von Bethel proWerk nehmen an dem Projekt „Ungehindert engagiert“ teil. Für das Projekt wurde EUROPARC Deutschland mit dem Deutschen Naturschutzpreis 2013 ausgezeichnet.  In der Maßnahme bekommen Menschen mit geistiger Behinderung die Möglichkeit, sich freiwillig im Naturschutz zu engagieren. Gleichzeitig lernen die Freiwilligen viel über Flora und Fauna im Nationalpark. Für ihre Fortbildung wurden im Rahmen des Projekts Broschüren in Leichter Sprache über den Lebensraum Küste entwickelt.

Kerstin Emonds, Projektkoordinatorin von EUROPARC Deutschland, und Imke Zwoch von der Nationalparkverwaltung waren nach Bethel angereist, um den Einsatz der proWerk-Beschäftigten zu würdigen. Als kleines Dankeschön im Gepäck hatten sie unter anderem Outdoor-Jacken und Quartett-Kartenspiele mit Zugvögeln. Imke Zwoch ist begeistert von der Arbeit und den Erfolgen der Freiwilligen: „Für uns ist das Team aus Bethel ein besonderer Glücksfall. Hier gehen Landschaftspflege-Profis ans Werk. Sie erledigen routiniert und ohne lange Einarbeitungszeit höchst effektiv mehr als das von uns geplante Pensum.“ Kerstin Emonds betonte ergänzend, bei dem Projekt würden Menschen, die es gewohnt seien, Hilfe zu bekommen, selbst zu Helfenden.

Die Beschäftigten des „Grünen Bereichs“ von Bethel proWerk waren bereits zum dritten Mal im Nationalpark im Einsatz. Und im August startet der vierte Einsatz. Christian Ebke fiebert der Arbeit in den Dünen entgegen. „Ich bin echt glücklich dabei zu sein. Dabei wird man auch zum Experten für den speziellen Schutz der Natur auf der Insel.“


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