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25.11.2016

Bielefelder Schmerztag zur Fibromyalgie


Referierten beim 8. Bielefelder Schmerztag: Prof. Dr. Christian Schubert von der Universitätsklinik für medizinische Psychologie Innsbruck, Oberarzt Dr. Joachim Sommer, Klinik für AINS im EvKB, Physiotherapeutin Katrin Frank, Dr. med. Andrea Möllering, Chefärztin Klinik für Psychotherapeutische und Psychosomatische Medizin, EvKB, Prof. Dr. Fritz Mertzlufft, Chefarzt Klinik für AINS im EvKB, Prof. Dr. Frank Petzke, Geschäftsfeldleiter Schmerzmedizin der Uniklinik Göttingen, Oberarzt der Klinik für AINS im EvKB Thilo Wagner, Diplom-Psychologe Wolfgang Richter, EvKB, und Dr. Hans-Jürgen Flender, Leitender Arzt Schmerztherapie, EvKB. Foto: Mario Haase

Bielefeld-Bethel. Chronische Schmerzen in mehreren Körperregionen, Schlafstörungen und Müdigkeit bis hin zur körperlichen und geistigen Erschöpfung sind die wesentlichen Symptome der Fibromyalgie. Spezialisten nahmen jetzt beim 8. Bielefelder Schmerztag des Ev. Krankenhauses Bielefeld (EvKB) die nur schwierig zu diagnostizierende Erkrankung ins Visier. Sie informierten 200 Fachleute aus dem Bereich der Medizin über Diagnose- und Behandlungskonzepte sowie neue Erklärungsmodelle.

Die Diagnose einer Fibromyalgie ist schwierig und oft langwierig. Der Grund: Es gibt keine Kriterien, die eindeutig sind. Als Kernsymptome des Syndroms gelten neben chronischen Schmerzen in mehreren Körperregionen auch Schlafstörungen bzw. nicht-erholsamer Schlaf und Müdigkeit sowie eine körperliche sowie geistige Neigung zu Erschöpfung. Die Kriterien für eine Fibromyalgie sind in Teilen deckungsgleich zu anderen Erkrankungen, zum Teil jedoch auch unterschiedlich und ohne spezielle körperliche Krankheitsfaktoren zu zeigen – das macht sie so schwer greifbar oder definierbar.

„Das Syndrom spaltet viele Ärztinnen und Ärzte in die Lager somatisch und psychosomatisch, und das hat Folgen für die Behandlung des Patienten“, erklärt Prof. Dr. Fritz Mertzlufft, Chefarzt der Klinik Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin, Transfusionsmedizin und Schmerztherapie im EvKB. „Viele betroffene Schmerzpatienten, aber auch Ärzte, Pflegende und Physiotherapeuten können Körpersymptome ohne ein eindeutig verantwortliches körperliches Organ nur schwer akzeptieren.“ Aus diesem Grund kamen beim Bielefelder Schmerztag sowohl Ärzte aus dem somatischen wie auch dem psychosomatischen Bereich, Psychologen und Physiotherapeuten zu Wort.

200 Besucher nahmen an der Veranstaltung teil. Bereits zum achten Mal wurde der Bielefelder Schmerztag im EvKB ausgerichtet.


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