v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
 
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08.11.2012

Bildungs-Campus in Bethel


Haus Groß-Bethel am Bethelweg 8 wurde 1872 gebaut. Foto: Paul Schulz

Haus Groß-Bethel wird Hochschul-Bildungszentrum  

Bielefeld-Bethel. Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel bauen weiter am Bildungs-Campus in der Mitte der Ortschaft Bethel, in der Nachbarschaft zum Bethelplatz. Ab 2014/2015 sollen im traditionsreichen Haus Groß-Bethel die Fachhochschule der Diakonie und das Institut für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel (IdM) ihren Sitz bekommen. Die Fachhochschule der Diakonie wird von elf diakonischen Unternehmen und Werken getragen. Träger der Kirchlichen Hochschule sind die westfälische und die rheinische Landeskirche sowie die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.  

Bisher ist Groß-Bethel ein Heim mit Wohngruppen für Menschen mit Behinderung oder mit Epilepsie. Das Haus gehört jedoch zu den - zum Teil traditionsreichen - Wohnheimen in der Ortschaft Bethel, die zunehmend weniger durch die Behindertenhilfe genutzt werden. Seit mehreren Jahren entwickelt Bethel an verschiedenen Orten in Westfalen und darüber hinaus (sozialräumliche) Unterstützungsangebote für Menschen mit Behinderung. Die Menschen, die ambulante oder stationäre Unterstützung brauchen, müssen ihr Umfeld nicht mehr verlassen, sondern finden Unterstützung in der Nähe des heimatlichen Wohnortes. Das bedeutet zugleich, dass an den alten „Anstaltsorten“ Bethel und Eckardtsheim Plätze reduziert werden. Ein großer Teil der Plätze wird in andere weniger gut versorgte Regionen verlagert, etwa ins Ruhrgebiet. In der Folge ist es häufig schwierig, sinnvolle Anschlussnutzungen für die großen alten Gebäude zu finden, auch wenn sie in ihrer baulichen Substanz in Ordnung sind. Für eine Reihe von Gebäuden ist das in den letzten Jahren aber bereits gelungen. 

Die Umwidmung und die Renovierung von Groß-Bethel zum Hochschul-Bildungszentrum ist ein gemeinsames Projekt der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel und der Evangelischen Kirche von Westfalen. Beide haben gemeinsam bereits das Haus der Archive am Bethelplatz realisiert.  

Bis zum Jahr 2014 werden alle Menschen mit Behinderung, die bisher noch in Groß-Bethel leben, in andere modernere Wohnungen umgezogen sein. Wenn die Bau- und Renovierungsarbeiten für die neue Nutzung im Jahr 2014 abgeschlossen werden können, wird Groß-Bethel ab 2015 als zentrales Gebäude für die Hochschulen zur Verfügung stehen.  

Während die Zahlen des stationären Wohnens in großen Heimen in der Ortschaft stark zurückgehen, steigt die Zahl der Studierenden besonders an der FH der Diakonie deutlich. Im aktuellen Wintersemester sind an der FH der Diakonie rund 550 Studierende eingeschrieben. Am IdM studieren zurzeit rund 50 Masterstudenten und Studierende in Weiterbildungskursen. Auch das Institut für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement an der Kirchlichen Hochschule braucht eine neue räumliche Lösung, da für die alten Gebäude am oberen Remterweg größere Investitionen anstünden.  

In der unmittelbaren Nachbarschaft des Bethelplatzes liegen bereits jetzt verschiedene Gebäude der Fachhochschule der Diakonie, die Gesundheitsschulen am Evangelischen Krankenhaus Bielefeld, das Berufskolleg der Friedrich von Bodelschwingh-Schulen mit seinen beruflichen Ausbildungen, das Fachseminar für Altenpflege, die Ev. Bildungsstätte für Diakonie und Gemeinde und das zentrale Fortbildungsinstitut Bildung & Beratung Bethel.  

Das Haus Groß-Bethel wird zurzeit noch von 58 Menschen mit Behinderung bewohnt. Für sie werden im Laufe der nächsten zwei Jahre neue Wohnmöglichkeiten in Bethel gesucht. Für sie bedeutet das eine Umstellung, der Abschied von dem traditionellen Gebäude wird manchen nicht leicht fallen. Andererseits ist auch die Ausstattung in Groß-Bethel zum Beispiel im Sanitärbereich nicht mehr zeitgemäß und entspricht nicht den Anforderungen von behinderten Menschen.


Dateien:
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