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27.02.2009

Bundesverdienstkreuz für ehemaligen Bethel-Chef Schophaus


Pastor Ulrich Pohl gratuliert seinem Vorgänger Pastor Friedrich Schophaus zu dem von Minister Karl-Josef Laumann überreichten Bundesverdienstkreuz (v.l.). Foto Garlichs.

Pastor Friedrich Schophaus. Foto: Elbracht

„Sie haben viele besondere Akzente gesetzt“

Düsseldorf/Bielefeld/Dortmund. Pastor Friedrich Schophaus, bis Anfang 2008 Vorstandsvorsitzender der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel, wurde von Bundespräsident Horst Köhler das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.


Gestern überreichte Nordrhein-Westfalens Sozialminister Karl-Josef Laumann in der Düsseldorfer Staatskanzlei ihm die besondere Auszeichnung. Bethels ehemaliger Vorstandsvorsitzender Friedrich Schophaus (66) wurde damit für sein langjähriges soziales Engagement ausgezeichnet.

Bei der feierlichen Überreichung in der Staatskanzlei in Düsseldorf betonte Minister Laumann, Pastor Schophaus habe während seiner Amtszeit als Vorstandsvorsitzender der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel eine Fülle von Akzenten gesetzt. „Bethel ist ja so etwas wie ein Markenname für Diakonie geworden und dieser Name steht für eine Idee und ein besonderes Konzept“, betonte Laumann. Bethel sei zu einem Inbegriff des christlich motivierten Einsatzes für Menschen geworden.

Minister Karl-Josef Laumann nannte als besondere Aspekte, die Pastor Schophaus mitinitiiert und gefördert habe, das politische Engagement für die Belange von behinderten Menschen unter anderem im Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderung 2003, sowie zahlreiche Initiativen gegenüber der Landes- und der Bundespolitik. Er ging ausführlicher auf verschiedene Aktivitäten Bethels im europäischen Ausland und in Afrika ein, für die sich Friedrich Schophaus in besonderer Weise eingesetzt hat, auch ehrenamtlich. „Ihre Zusammenarbeit und der Austausch mit Partnern in Weißrussland, der Aufbau einer Behindertenwerkstatt in Minsk und weitere damit zusammenhängende Entwicklungen, aber auch die Entschädigung russsicher Zwangsarbeiter und die Aufarbeitung dieses Kapitels der Betheler Geschichte, sind wesentlich Ihrer Initiative zu verdanken.“

Zu dieser internationalen Dimension der Betheler Arbeit zählten auch das Engagement von Pastor Schophaus über die Vereinte Evangelische Mission im tansanischen Lutindi, die Zusammen- und Aussöhnungsarbeit mit psychiatrischen Einrichtungen in Polen, sowie zahlreiche weitere Aufbauprojekte und Kooperationen in Osteuropa. „Ich finde es gut, dass so die Betheler Erfahrungen und das große Know How anderen Ländern und Menschen zugänglich gemacht werden. Hierfür haben Sie sich außerordentlich eingesetzt“, hob Karl-Josef Laumann hervor.

Bethels Vorstandsvorsitzender Pastor Ulrich Pohl war zu der Feierstunde nach Düsseldorf gekommen und gratulierte seinem Amtsvorgänger als erster: „Über diese Ehrung für Sie freue ich mich sehr und sehe auch eine Kontinuität Ihres Engagements über Grenzen hinweg und in der Aussöhnung mit anderen Völkern zu der Arbeit von Friedrich von Bodelschwingh beispielsweise in der Bethel-Mission“, so Pastor Pohl. Die Behindertenbeauftragte des Landes NRW, Angelika Gemkow, nahm ebenfalls an der Ordensverleihung in der Staatskanzlei teil und gratulierte Friedrich Schophaus.

Pastor Friedrich Schophaus, Bethels 8. Anstaltsleiter und Vorstandsvorsitzender (1995 -2008), war Ende Januar 2008 in den Ruhestand gegangen. Er zog danach mit seiner Frau Ute zurück in seine Geburtsstadt Dortmund. Dort war er vor der Arbeit in Bethel Superintendent und Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Kirchenkreise Dortmund gewesen. Friedrich Schophaus engagiert sich heute unter anderem noch im Beirat der Freunde und Förderer Bethels und in der Dortmunder Mitternachtsmission.

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