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19.01.2012

Dr. Barbara Degen referiert über das Frauen-KZ Ravensbrück


Kostbar der Herzschlag jeder Sekunde

Bielefeld-Bethel. Das Konzentrationslager Ravensbrück nördlich von Berlin war eines der größten Frauenkonzentrationslager des Nationalsozialismus. Von 1939 – 1945 waren hier ca. 130 000 Frauen aus über 40 Ländern inhaftiert. Dr. Barbara Degen stellt anlässlich des Holocaustgedenktages am Freitag, den 27.01. um 19 Uhr im Haus der Stille, Am Zionswald 5 ausgewählte Beiträge aus ihrem aktuellen Buch, Das Herz schlägt in Ravensbrück, vor. Zusammen mit Rosel Vadehra-Jonas wendet sie sich der Gedenkkultur der Frauen von Ravensbrück zu. 

„Für andere sorgen“ war ein zentraler Aspekt der in Ravensbrück inhaftierten Frauen. Es waren Jüdinnen, aus Glaubensgründen Verfolgte, Sinti und Roma, politisch Verfolgte, angeblich asoziale Frauen, und Frauen, die Beziehungen zu Fremdarbeitern hatten. Auch zahlreiche Kinder gehörten zu den auf engstem Raum Inhaftierten. Rund 30.000 Menschen kamen im Lager um. Über 1.000 Berichte haben die überlebenden Frauen aus Ravensbrück hinterlassen und 1.200 Gedichte wurden gefunden. 

Dr. Barbara Degen ist zur Zeit Gender-Gastprofessorin an der Universität Bielefeld, Rosel Vedehra-Jonas ist Mitglied im Vorstand der Lagergemeinschaft Ravensbrück.

Nach den Beiträgen besteht die Möglichkeit zu Austausch und Gespräch. Den musikalischen Rahmen gestaltet Anna Bergemann-Siegmund mit ihrem Saxophon.

 


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