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31.01.2018

Epilepsie-Experten aus Japan lernen in Bethel


Die multiprofessionelle Gruppe aus Japan um Prof. Dr. Yushi Inoue (r.) besuchte unter anderem das Epilepsie-Zentrum Bethel. Dr. Christian Brandt (l.) führte die Fachkräfte durch die Klinik.

Pastor Ulrich Pohl (l.), die Gäste aus Japan und das Famoses-Team um Margarete Pfäfflin (3.v.r.), treffen sich zum Gruppenfoto vor der Klinik Mara. Fotos: Paul Schulz

Hoch konzentriert und engagiert war das japanische Team mit Ärzten, Psychologinnen, Epilepsiekrankenschwestern und anderen Heilberufen beim Seminar im Lindenhof in Bethel. Foto: Margarete Pfäfflin

Epilepsie heißt „Tenkan“

Bielefeld-Bethel. Bethel und Japan - diese Verbindung ist lang und eng. Seit über hundert Jahren gibt es einen fachlichen Austausch zwischen dem Reich der aufgehenden Sonne und Bethel. Selbst der japanische Kaiser Akihito und sein Frau Michiko haben Bethel vor 25 Jahren besucht. Jetzt war wieder eine japanische Delegation hier. Elf Expertinnen und Experten des Epilepsie-Instituts der Stadt Shizuoka waren 9000 Kilometer weit gereist, um an einer Schulung teilzunehmen.
Pastor Ulrich Pohl, Bethels Vorstands-Vorsitzender, begrüßte die Gäste im Epilepsie-Zentrum Bethel. Er selbst sei kürzlich in Tokio gewesen, um in der deutschen Botschaft eine Bethel-Ausstellung zu eröffnen, informierte er die japanische Gruppe. Auch Kaiserin Michiko sei bei der Eröffnung zugegen gewesen, sagte er. „Wir haben mit ihr gesprochen. Sie konnte sich noch gut an den Empfang auf dem Bethelplatz 1993 erinnern“, so Ulrich Pohl. „Bei unserem Aufenthalt in Japan haben wir kürzlich viel über ihre Epilepsie-Arbeit erfahren. Jetzt freuen wir uns, dass sie bei uns lernen.“
Die japanische Gruppe nahm an einem „Famoses-Seminar“ teil. Famoses ist ein Schulungsprogramm für Familien mit einem Angehörigen mit Epilepsie. Es wird Eltern und Geschwistern angeboten, damit sie mehr über die Krankheit Epilepsie erfahren und den Alltag besser bewältigen können. An der Entwicklung des Schulungsprogramms war die Diplom-Psychologin und ehemalige Bethel-Mitarbeiterin Magarete Pfäfflin maßgeblich beteiligt. Vor ihrem Ruhestand wirkte und forschte sie viele Jahre im Epilepsie-Zentrum Bethel. Jetzt gibt sie noch Kurse für internationale Gruppen.
Hoch konzentriert und diszipliniert seien die Kursteilnehmenden gewesen, unterstreicht Margarete Pfäfflin, die das Seminar mit einer Ärztin und anderen Famoses-Spezialistinnen in englischer Sprache gehalten hat. Der Direktor des Shizuoka Epilepsie-Instituts, Professor Dr. Yushi Inoue, übersetzte ins Japanische. „Das war ein scharfes Programm, das sie im Seminarraum des Hotels Lindenhof absolviert haben“, unterstreicht die Kursleiterin. „Neben Famoses wünschten die Gäste aus Fernost aber auch, die deutsche Kultur und vor allem den Geist Bethels kennenzulernen“, so Margarete Pfäfflin, die nicht nur das Seminar, sondern auch das Rahmenprogramm für den sechstägigen Besuch in Deutschland organisiert hatte.
Bei einem Rundgang durch Bethel informierte sich die Delegation auch über Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen in Werkstätten. „Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen gibt es in Japan nicht in dem Maße wie in Deutschland. Deshalb war der Besuch für die Gäste sehr interessant“, so Margarete Pfäfflin. Zu Mittag wurde im Restaurant gegessen. „Sie haben sich typisch deutsches Essen, wie Sauerkraut und Nürnberger Würstchen, gewünscht“, verrät Margarete Pfäfflin.
Zum ersten Mal hat der ein oder andere Gast Messer und Gabel beim Essen ausprobiert. „Japanische Speisen werden in mundgerechten Stücken serviert, damit sie mit Stäbchen gegessen werden können“, weiß Margarete Pfäfflin.  Etwas am Tisch auf dem Teller zu zerkleinern, sei Japanern fremd.
Kurz nachdem die Besucher aus Shizuoka Bielefeld verlassen hatten, schickten sie schon eine Nachricht nach Bethel. Sie seien begeistert von allem, was sie gelernt und erlebt hätten, signalisierten die elf Teilnehmenden. Reich beschenkt fühlten sie sich, weil sie überall sehr freundlich aufgenommen worden seien.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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