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29.03.2019

EU-Projekt „MoviLe“ abgeschlossen


Im Hotel Lindenhof begrüßten Schule-Geschäftsführerin Barbara Manschmidt (v. l.) und der Leiter der Dothanschule Markus Brauer die anderen Partner aus Oberösterreich und Ostwestfalen-Lippe zum Projektabschluss. Foto: Paul Schulz

Mobiler virtueller Schreibtisch für kranke Schüler

Bielefeld-Bethel. Wenn Kinder und Jugendliche schwer erkranken, wird ihr Schulbesuch oft für lange Zeit unterbrochen. Dadurch verlieren sie den Anschluss an den Lernfortschritt in ihrer Klasse. In Deutschland und Österreich werden diese Kinder in besonderen Schulen, wie der Betheler Dothanschule, unterstützt. Die Lehrkräfte unterrichten sie in den Kliniken. Deutlich verbessert wird das Lernen jetzt durch einen mobilen virtuellen Schreibtisch, der im EU-Projekt „MoviLe“ entwickelt wurde.

„Jugendliche, die an Krebs erkrankt sind oder unter Essstörungen leiden, müssen oft für die Therapie ihren normalen Lernweg unterbrechen. Sie brauchen eine besondere Unterstützung, um möglichst die gleichen Bildungschancen wie andere zu haben“, erläutert Barbara Manschmidt, Geschäftsführerin des Betheler Stiftungsbereichs Schulen. Acht Partner aus Oberösterreich und Ostwestfalen-Lippe hatten sich im Oktober 2016 darum für das Projekt „MoviLe“ zusammengetan. Nun wurde es im Hotel Lindenhof in Bielefeld-Bethel offiziell abgeschlossen. Neben dem Stiftungsbereich Schulen und der Dothanschule waren auf deutscher Seite die Bezirksregierung Detmold, das Bildungsnetz „Förderung: Individuell e.V.“ und das Heinz-Nixdorf-Institut der Universität Paderborn beteiligt, auf österreichischer Seite der Landesschulrat Oberösterreich, die Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz und die Heilstättenschule Linz.

„MoviLe“ steht für „Mobile virtuelle Lernräume“. In dem Projekt wurde die bereits seit einigen Jahren etablierte Internetplattform „MokoDesk“ (Mobiler kooperativer Schreibtisch) für die Nutzung mit mobilen Endgeräten, wie Tablets, weiterentwickelt. Junge Menschen mit schweren Erkrankungen können nun jederzeit und an jedem Ort online gestützte Lernmaterialien nutzen und mit ihrem Lernbegleiter kommunizieren. Das sind fest abgestellte Lehrkräfte verschiedener Schulformen und Fächer. Sie geben ihren Schülern Aufgaben entsprechend ihrem individuellen Bedarf. „Der direkte Kontakt und eine gute Beziehung zu den Lernbegleitern sind besonders wichtig für den schulischen Erfolg“, so Dr. Ulrich Voigt, Fachkoordinator und Berater für den Bereich „Schüler mit unterbrochenen Lernwegen“ bei der Bezirksregierung Detmold.

Zehn Schülerinnen und Schüler der Dothanschule und der Heilstättenschule Linz haben die Weiterentwicklung ausprobiert – mit viel Erfolg. „Unsere Schüler können ‚MokoDesk‘ nun flexibler einsetzen. Das ist eine starke Verbesserung. Zum einen, weil wir nicht in allen Unterrichtsräumen PCs haben. Zum anderen, weil unseren Schülern wegen körperlich und psychisch belastender Therapien in regulären Lernzeiten oft die Kraft und die Konzentration zum Lernen fehlen“, berichtet der Leiter der Dothanschule, Markus Brauer. In der Schule werden Kinder und Jugendliche beschult, die über einen längeren Zeitraum stationär in einer Betheler Klinik behandelt werden. 

„MoviLe“ war im Oktober 2016 gestartet. Das Projekt wurde mit 97.000 Euro im Rahmen des Förderprogramms „Erasmus+ Schulbildung“ der Europäischen Union gefördert. Die Projektpartner sind überzeugt, dass der mobile virtuelle Schreibtisch auch für andere Zielgruppen nützlich ist – zum Beispiel für Kinder von Schaustellern, Flüchtlinge, junge Menschen im Strafvollzug oder im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung.


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