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25.01.2010

Fahrradhelme schützen vor gefährlichen Kopfverletzungen


Chefarzt Dr. Michael Barthel leitet seit siebeneinhalb Jahren die Klinik für Kinderchirurgie. Sie gehört gemeinsam mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin zum Kinderzentrum Bethel des EvKB.

Bielefeld-Bethel. Volle Rodelbahnen sind jetzt ein besonderer Winterspaß für viele Kinder. Doch die eine oder andere Schlittenfahrt endet leider in der Notfallambulanz der Klinik für Kinderchirurgie in Bethel. Dr. med. Michael Barthel, Chefarzt der Kinderchirurgie im Ev. Krankenhaus Bielefeld (EvKB) weiß, wie man sich vor gefährlichen Kopfverletzungen schützt.

Wir haben auffallend viele Kinder mit Gehirnerschütterungen behandelt“, erinnert sich Dr. Barthel an die letzte Schneeperiode Anfang Januar. „Keines der Kinder trug einen Helm“. Der erfahrene Chirurg weiß Rat: „Der Fahrradhelm ist die beste, schnellste und brauchbarste Lösung“.  Er nennt zwei Gründe, die überzeugen: „Jedes Kind mit eigenem Rad sollte einen Radhelm besitzen. Im Gegensatz zu vielen Skihelmen haben sie eine ausgeprägte Krempe, die das Gesicht zusätzlich schützt.“ Auch gegen kalte Ohren kennt der Mediziner aus dem EvKB ein Heilmittel. „Es gibt spezielle Unterhelmmützen, die auch bei Minustemperaturen schön warm halten“.

Ob Ski- oder Fahrradhelme – grundsätzlich gelte beim Kauf eines Schutzhelms die goldene Regel nur neue Fabrikatmodelle zu kaufen, weil sich in den vergangenen Jahren die Qualität der Produkte deutlich erhöht habe, so Dr. Barthel. Wichtig sei außerdem, dass der Helm die Norm EN 1077 erfüllt und passt.“ Deshalb empfehle sich der Kauf in einem Fachgeschäft.

Erst ab einem Alter von vier Jahren sollten Kinder alleine rodeln, rät Dr. Barthel. Der Kinderchirurg weiß auch: „Eltern müssen Vorbild sein und selbst einen Helm tragen – ganz abgesehen davon, dass auch Erwachsene ihren Kopf schützen müssen.“


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