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16.03.2012

Flashmob in der Fußgängerzone


Foto: Reinhard Elbracht

„Jede Barriere ist eine zu viel!"

 Bielefeld-Bethel. Kein Weiterkommen auf der Bahnhofsstraße. Der ein oder andere Passant, der bei schönstem Frühlingswetter durch Bielefelds Fußgängerzone schlendern wollte, schaute verdutzt: Ein rot-weißes Flatterband, in großen Lettern mit dem Wort „Barriere" beschriftet, versperrte am Freitagmorgen den Durchgang auf der Promeniermeile. 

„Jede Barriere ist eine zu viel!" skandierte nur eine Handvoll Menschen – zunächst. Aber rasch schlossen sich immer mehr Personen an, die sich scheinbar zufällig und unbeteiligt auf dem Jahnplatz aufhielten. Erst als eine große und lautstarke Menschentraube die belebte Einkaufsstraße füllte, wurde die vorrübergehende „Sperrung" aufgehoben und die verwunderten Bielefelder durften weiterbummeln. Des Rätsels Lösung: Ein Flashmob, vorbereitet und verabredet von Menschen mit Behinderung aus ganz Ostwestfalen, wollte mit dieser Aktion darauf aufmerksam, dass es immer noch zahlreiche Barriere gibt, die ihnen das Leben schwer machen. 

Die Aktion markierte den Abschluss einer dreitägigen Regionalkonferenz der ostwestfälischen Werkstatträte. Sie vertreten die Interessen von Menschen mit Behinderung, die in WfBMs arbeiten. Bei der Konferenz, die zwei Mal im Jahr stattfindet, ging es in diesem Jahr vor allem um die Frage, wie die Öffentlichkeit für die Belange von Menschen mit Behinderung sensibilisiert werden könne.


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