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16.03.2012

Gastvortrag über Alkoholabhängigkeit in Afrika


Prof. Dr. Hilke Bertelsmann

Bielefelder Professorin als Expertin in Tansania

Bielefeld-Bethel. Lehrveranstaltungen zu gesundheitswissenschaftlichen Themen, Diskussionen mit Studenten und der Austausch mit anderen Forscherkollegen – das ist das Tagwerk von Hilke Bertelsmann, Professorin an der Fachhochschule der Diakonie. Ab kommenden Montag (19. März) wird der Arbeitsalltag der Gesundheitswissenschaftlerin allerdings etwas anders aussehen: Studenten und Kollegen sprechen englisch, Temperaturen von über 30 Grad drücken auf den Seminarraum. Und wenn zu viele Studenten das Seminar besuchen wollen, wird der Vortrag einfach auf eine Leinwand nach draußen übertragen.

Hilke Bertelsmann ist am Sebastian Kolowa University College (SEKUCO) in Lushoto in Tansania zu Gast, um als Dozentin einen Kurs zum Thema „Public Health und Alkoholabhängigkeit“ zu gestalten. Gemeinsam mit einer ehemaligen Studienkollegin reist die Bielefelder Professorin für eine Woche in den ostafrikanischen Staat, um mit den Studierenden der Sonderpädagogik über die Alkoholabhängigkeit zu sprechen, die in Tansania zum zunehmenden Problem wird.

„Die Studierenden begegnen der Sucht sowohl in den Schulen als auch in der Gemeindearbeit. Ein professionelles Suchthilfesystem wie in Deutschland fehlt aber“, erklärt Hilke Bertelsmann. In dem Kurs werden die Studierenden lernen, Alkoholabhängigkeit als Krankheit zu verstehen und geeignete Präventionsmaßnahmen für ihre verschiedenen Arbeitsfelder  zu entwickeln.

Entstanden ist die Zusammenarbeit durch die Vereinte Evangelische Mission, mit der die Fachhochschule der Diakonie langfristig verbunden ist. Auch mit Bethel besteht eine enge Zusammenarbeit mit der SEKUCO. Und der Partner aus Afrika ähnelt der  Fachhochschule der Dikaonie in Bielefeld-Bethel in vielfältiger Weise: Beide wurden vor sechs Jahren gegründet, beide sind evangelische Hochschulen und bieten Studiengänge angepasst an den Bedarf von Mitarbeitern in Kirche und Diakonie an. Und beide haben ihren Schwerpunkt im Sozial- und Gesundheitswesen.

Bei ihrem Besuch in Tansania möchte Hilke Bertelsmann die Zusammenarbeit der beiden Hochschulen noch verstärken. Die Fachhochschule der Diakonie bietet seit einem Jahr einen Bachelorstudiengang für Psychiatrische Pflege an – ein ähnlicher Studiengang wird an der „SEKUCO“ nächstes Jahr starten. „Die Reise dient deswegen auch der Vernetzung und Kooperation zwischen den beiden Hochschulen, die zu einem regelmäßigen Austausch von Lehrenden und Studierenden führen soll“, sagt Hilke Bertelsmann. Die Vision: Vielleicht könnten schon bald Studierende aus Deutschland und Tansania über einen virtuellen Hörsaal gemeinsame Lehrveranstaltungen besuchen.


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