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07.06.2011

Kooperationsvereinbarung zwischen Bethel und Johanneswerk


aus Bethel: Dr. Rainer Norden, Thomas Oelkers, Pastor Dr. Johannes Feldmann, Pastor Bernward Wolf, Pastor Ulrich Pohl, Dr. Günther Wienberg; vom Johanneswerk: Pastor Dr. Ingo Habenicht, Dr. Bodo de Vries, Thomas Sopp, Burkhard Bensiek Foto: Reinhard Elbracht

Hilfe für Menschen in Not weiterentwickeln und Stellung beziehen 

Bielefeld. Eine Vereinbarung über ihre künftige Zusammenarbeit haben heute (7.6.) die Vorstände des Ev. Johanneswerks und der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel unterzeichnet. Die beiden großen diakonischen Träger mit Hauptsitz in Bielefeld behalten ihre Eigenständigkeit, wollen ihre Zusammenarbeit aber vertiefen. Damit wird die erste, 2004 getroffene Vereinbarung fortgeschrieben und weiterentwickelt.  

Nach personellen Veränderungen in beiden Vorständen haben jetzt die sechs Vorstandsmitglieder Bethels und die vier Vorstandsmitglieder des Johanneswerks die Fortführung der guten Beziehungen und einen intensiven Austausch verabredet. Inhalte der neuen Vereinbarung sind unter anderem die regelmäßige, rechtzeitige Information über Planungen und Entwicklungen, die den anderen Partner betreffen könnten, und der Austausch über wesentliche Entwicklungen beider Werke insgesamt. Gemeinsame Vorstandssitzungen und Klausurtage mehrfach im Jahr sollen dafür den Rahmen bilden.  

Neue Wege gemeinsam beschreiten 

Bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages bei einer gemeinsamen Tagung im lippischen Stapellage betonten der Vorstandsvorsitzende des Ev. Johanneswerkes, Pastor Dr. Ingo Habenicht, und der Vorstandsvorsitzende der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, Pastor Ulrich Pohl, die Vereinbarung sei ein deutliches Signal für Offenheit im Umgang miteinander und für gemeinsames Handeln, wo es sachlich richtig ist.  

Gemeinsames Ziel der Arbeit des Johanneswerks und Bethels bleiben Unterstützung, Hilfe und Beistand für Menschen in leiblicher Not, für seelisch bedrängte und für sozial benachteiligte Menschen. Beide Partner wollen die diakonische Arbeit weiterentwickeln und auch neue Wege gemeinsam beschreiten. In der Praxis soll dort konkret kooperiert werden, wo der diakonische Auftrag gemeinsam besser erfüllt werden kann. Ziel ist es, innovative Angebote und Maßnahmen zugunsten der Menschen, denen der diakonische Auftrag gilt, zu schaffen und gegebenenfalls auch weitere Trägerschaften gemeinsam zu übernehmen. Dabei wollen sich beide diakonische Unternehmen selbstbewusst der Markt- und Konkurrenzsituation stellen, in der sich die Diakonie und die Freie Wohlfahrt heute insgesamt zu bewähren haben. 

Beispiele für gute Kooperationen zwischen Bethel und dem Johanneswerk sind das 2005 gebildete Ev. Krankenhaus Bielefeld (EvKB) und das seit 2010 betriebene Niederrhein Therapiezentrum Duisburg (NTZ) für forensische Patienten.  

Beide Werke haben sich auch das Ziel gesetzt, die Verbundenheit zwischen Diakonie und Kirche in Kirchengemeinden, Kirchenkreisen, zu Landeskirchen und zur Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) zu stärken sowie besonders für die Entwicklung der Diakonie in Rheinland-Westfalen-Lippe Mitverantwortung wahrzunehmen. Die beiden Vorstände haben vereinbart, diakonie- und kirchenpolitische Positionen abzustimmen. Dort, wo es mehr Wirkung verspricht, wollen sie auch gemeinsam Stellung zu gesellschafts-, sozial- oder gesundheitspolitischen Fragen nehmen. 

Beide Träger sind gemeinnützig und haben als diakonische Unternehmen eine enge Verbindung zur Evangelischen Kirche in Deutschland. Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, gegründet 1867, betreiben Einrichtungen und Dienste in sechs Bundesländern. Bethel hat rund 15 700 Mitarbeitende. Das Ev. Johanneswerk, gegründet 1951, betreibt Einrichtungen und Dienste in Nordrhein-Westfalen und in Spanien. Das Johanneswerk hat rund 6 200 Mitarbeitende.

 


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