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29.10.2010

Landeswettbewerb der Special Olympics


Klaus-Hermann Bunte (l.) und Schirmherrin Sybille Hörmann (r.) empfingen in Hoberge Golfsportler, Betreuer und Helfer aus ganz Nordrhein-Westfalen.

Lars Lange und Jan Niklas Brokate von der Mamre-Patmos-Schule beweisen bei den Geschicklichkeitsprüfungen Augenmaß. Fotos: Paul Schulz

Golfer mit geistiger Behinderung bestreiten Turnier 

Bielefeld-Bethel. Holz, Eisen und Putter schwangen am Donnerstag, 28. Oktober, Golfspieler mit einer geistigen Behinderung beim zweiten Landeswettbewerb der Special Olympics. Auch zehn Schülerinnen und Schüler der Mamre-Patmos-Förderschule in Bethel kämpften auf dem Gelände des Bielefelder Golfclubs in Hoberge gegen Spieler aus ganz Nordrhein-Westfalen um Gold, Silber und Bronze. Als freiwillige Helfer waren Schüler der Friedrich von Bodelschwingh-Schulen, des Bielefelder Ratsgymnasiums und des Ravensberger Gymnasiums Herford Einsatz. 

Die 25 Sportlerinnen und Sportler maßen sich bei verschiedenen Geschicklichkeitsprüfungen auf einem Hindernisparcours sowie in einem Wettkampf, der über die volle Länge des 9-Loch-Kurses geht. Dabei genoss die Bethel-Equipe einen „Heimvorteil“: Dank der Unterstützung der Firma Hörmann können die Schüler regelmäßig auf dem Golfplatz am Teutoburger Wald trainieren. Dementsprechend stark schnitten die Bielefelder Förderschüler ab. 

Bei den Einzelwettkämpfen, die in zwei leistungshomogenen Gruppen stattfanden, konnten sich neben Michal Grabosch von der Paderborner Hermann-Schmidt-Schule Mamre-Patmos-Golfer Oktay Tan durchsetzen, gefolgt von seiner Teamkollegin Cathrin Wöstenfeld auf dem dritten Platz. Ihre Teilnahme an den Geschicklichkeitsprüfungen vergoldeten Ulrike Krieft und Robin Siekmann, ebenfalls beide Mamre-Patmos-Schule. 

Golf ist nicht unbedingt eine klassische Disziplin des Behindertensports. Trotzdem sind sich Golf-Experten und Sportlehrer der Mamre-Patmos-Schule einig, das sich der Sport auf dem „Grün“ ausgezeichnet für junge Leute mit geistigem Handicap eignet. „Golf wird als Gruppe gespielt, aber jeder behält dabei seinen individuellen Spielraum“, sagt Lehrer Klaus-Hermann Bunte, der das Mamre-Patmos-Team betreut. „Es verlangt eher Feingefühl und nicht so sehr Körperkraft.“ Das nächste sportliche Ziel hat Klaus-Hermann Bunte bereits ins Auge gefasst: Die Mamre-Patmos-Sportler haben sich für die Teilnahme an den internationalen Special Olympics 2011 in Athen beworben.


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