v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
 
Spenden
Suchen
12.11.2009

„leben lernen Lobetal“


Einweihung der Hoffnungstaler Anstalten für neue Wohnstätte mit einem besonderen Profil

Behindertengerechter Kleinbus der Aktion Mensch übergeben

Die Einweihung der neuen Wohnstätte „leben lernen Lobetal“ wurde am 11.11.2009 in Lobetal im Beisein des Barnimer Landrates Bodo Ihrke gefeiert. Dr. Rainer Norden, Kaufmännischer Vorstand der Hoffnungstaler Anstalten Lobetal, begrüßte weitere Ehrengäste, Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitende.

Er betonte: „Bei ‚leben lernen Lobetal’ handelt es sich um ein neu entwickeltes Angebot des Fachbereiches Behindertenhilfe der Hoffnungstaler Anstalten Lobetal. Im Mittelpunkt stehen Menschen mit einer schweren geistigen Behinderung und zusätzlichen starken psychosozialen Beeinträchtigungen. Sie sollen ein neues zu Hause und eine ganzheitliche Betreuung erhalten.“

Pastor Ulrich Pohl, Vorsitzender des Aufsichtsrates des Vereins Hoffnungstal und Leiter der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel/Bielefeld, gratulierte zum Neubau und würdigte „leben lernen Lobetal“ als bleibendes Zuhause für Menschen mit besonderem Hilfebedarf.

Martin Wulff, Fachbereichsleiter Behindertenhilfe in Lobetal, dankte für die Unterstützung durch den Landkreis Barnim. Zum Anliegen der neuen Wohnstätte erläuterte er: „Die Entwicklung der betroffenen Menschen wurde häufig durch ungünstige Bedingungen wie beispielsweise zahlreiche Klinikaufenthalte, Hospitalisierung und zahlreiche Einrichtungswechsel erheblich beeinträchtigt. Ein kontinuierlicher Besuch von Werkstätten für Menschen mit Behinderung bzw. des Förder- und Beschäftigungsbereiches der Werkstätten ist diesen Menschen zeitweise oder auch gänzlich unmöglich.“ Deshalb werde für jeden Bewohner die Möglichkeit angeboten, einer sinnvollen Beschäftigung und Tätigkeit nachzugehen. Im Tagesförderbereich „Am Glockenberg“  findet individuell und  je nach  Leistungsvermögen eine Arbeitsbegleitung wochentags statt. Die Bewohner sollen in die Lage versetzt werden, über die Vermittlung von Fähigkeiten und Fertigkeiten und durch Unterstützung und Begleitung soweit wie irgend möglich am Leben in der Gemeinschaft teilzunehmen. Der Fachbereichsleiter dankte den Vertreterinnen des Berliner Projektes „leben lernen Wohnstätten“ für die fachliche Begleitung.

Das Gebäude mit 24 Plätzen wurde am Standort des ehemaligen Hauses Neugnadental erbaut und bezieht Teile der ursprünglichen Bausubstanz mit ein. Die Baukosten für das vom Architektenbüros Kaltenbach und Ganter, Bernau, entworfene und betreute Projekt betrugen 1,93 Millionen Euro, die weitgehend aus Eigenmittteln finanziert worden sind.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde zugleich ein von der Aktion Mensch geförderter Kleinbus übergeben. Der behindertengerecht ausgestattete Mercedes „Sprinter“ verfügt über eine absenkbare Rampe für Rollstuhlfahrer.


© 2019 v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel