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10.09.2015

Momente des Glücks


Wiedersehen beim Sommerfest: Nachsorgemitarbeiterin Beate Fotomaras, Sibylle Meintrup, Annika Natsch mit Hauke und Merle, Axel Natsch mit Levke und Jette, Dr. Franziska Noske und Cornelia Buchholt, Pflegerische Leitung der Station für Früh- und Neugeborene im Kinderzentrum Bethel.

Mit guten Wünschen: Die Familien lassen gemeinsam Helium-Ballons in den Himmel steigen. Fotos: Manuel Bünemann

Sommerfest für Familien mit Frühgeborenen

Bielefeld-Bethel. In der Neuen Schmiede in Bethel trafen sich jetzt 60 Familien zu einem Sommerfest. Ihre Gemeinsamkeit: Alle Paare sind Eltern eines zu frühgeborenen Kindes. Und alle haben ihr Baby im Perinatalzentrum des Ev. Krankenhauses Bielefeld zur Welt gebracht. Das jährliche Sommerfest, zu dem die Kinderklinik einlädt, ist für diese Familien eine Gelegenheit, um sich untereinander zu vernetzen und Erfahrungen auszutauschen.

Merle, vier Monate alt, „singt“ im Arm ihrer Mutter. Levke und Hauke, nur eine und zwei Minuten jünger als Merle, dösen zufrieden auf einer Decke auf dem Rasen. Um sie herum spielt noch ihre dreieinhalb-jährige Schwester Jette. Auch für sie hat sich das Leben im März ganz spontan geändert: Auf einen Schlag hatte sie drei Geschwister, denn ihre Mutter brachte Drillinge zur Welt.

„Für uns war es in der zehnten Schwangerschaftswoche eine Überraschung. Bei einer Ultraschalluntersuchung stellte sich heraus: Es werden keine Zwillinge, sondern Drillinge“, erzählt Annika Natsch aus Gütersloh. Der errechnete Geburtstermin war der 1. Mai, doch wie bei Mehrlingsgeburten nicht ungewöhnlich, hielt sich der Nachwuchs nicht an diesen Zeitplan. Schon am 2. März, acht Wochen zu früh, brachte Annika Natsch ihre drei Kinder in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe Bethel zur Welt. Es folgten die Intensivstation mit großer Sorge um die ganz Kleinen und die Station für Frühgeborene des Kinderzentrums Bethel. „In dieser Zeit haben wir auch mit so vielen Kindern anderer Familien mitgefiebert und jetzt es ist so schön, die hier beim Sommerfest zu treffen und Erfahrungen aus dem Alltag auszutauschen“, sagt die Mutter von vier Kindern.

Ein Moment des Glücks auch für Dr. Franziska Noske. Die Kinderärztin trifft beim diesjährigen Fest auf 60 der 120 Familien, deren Kinder sie in den vergangenen Jahren medizinisch begleitet hat. „Für uns ist es auch schön zu sehen, dass die Eltern ihre Kinder heute mit Stolz zeigen, um deren Leben sie vor wenigen Wochen, Monaten oder Jahren noch gebangt haben.“ In der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des EvKB kooperieren Dr. Noske und ihre Kollegen mit dem „Bunten Kreis“, der sozialmedizinischen Familiennachsorge Bethel, die Eltern mit zu früh geborenen Kindern auch nach dem Klinikaufenthalt betreut.

Auch Familie Natsch kam dieses besondere Angebot zugute, denn zu Hause kam ihre Situation einer Überforderung nah. „Es ist immer eine besondere Herausforderung, mit der Situation zu Hause fertig zu werden“, erklärt Nachsorgeleiterin Sibylle Meintrup. „Diese Hilfe war Gold wert!“, resümiert Annika Natsch. 60 Familien wurde in diesem Jahr bereits durch das Angebot der sozialmedizinische Familiennachsorge Bethel geholfen.


Dateien:
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