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20.12.2012

Neuartige Technik im Ev. Krankenhaus Bielefeld


Operation gut überstanden - Inge Echterbeck (2. v. l.) mit dem Team der Urologie im Ev. Krankenhaus Bielefeld: der leitenden Oberärztin Dr. Renate Röntgen (l.), Chefarzt Prof. Dr. Jesco Pfitzenmaier und Assistenzärztin Ina Stölting.

Chefarzt Prof. Dr. Jesco Pfitzenmaier zeigt Patientin Inge Echterbeck den DaVinci-Roboter, mit dessen Assistenz er sie wenige Tage zuvor operiert hat. Fotos: EvKB

Mit DaVinci gegen weibliche Inkontinenz 

Bielefeld. Inge Echterbeck fühlt sich wohl. Erst drei Tage sind seit ihrer Operation vergangen, und doch bewegt sie sich schmerzfrei über den Stationsflur im Ev. Krankenhaus Bielefeld. Sie wurde wegen einer Senkung von Blase und Scheide behandelt. Dass sie nach der Operation kaum Beschwerden hat, liegt am Einsatz des DaVinci-Roboters. Diese neuartige Technik benutzen die Urologen des Krankenhauses für Operationen im Bereich der Inkontinenzbehandlung. 

Auch Inge Echterbeck führten Probleme mit der Kontinenz in das Ev. Krankenhaus Bielefeld. „Ich hatte in der Verwandtschaft Gutes über diese Klinik gehört und habe die Kontinenzsprechstunde aufgesucht“, berichtet die 70-Jährige. Dort wurden die Senkung festgestellt und nach eingehender Untersuchung und Beratung die Operation mit DaVinci vorgeschlagen. „Mit der Roboter-assistierten Chirurgie können wir bei nur sehr geringem Blutverlust und besonders kleinen Narben sehr präzise, minimalinvasive Operationen durchführen“, erläutert Chefarzt Prof. Dr. Jesco Pfitzenmaier. Das bedeutet für die Patienten nicht nur einen kosmetischen Vorteil, sondern auch weniger Schmerzen durch Narben. 

Bei der neuen Operationsmethode werden durch kleine Öffnungen röhrenförmige Kanäle in den Unterleib eingebracht. „Durch diese können eine Kamera mit dreidimensionaler Bildübertragung und winzige Operationswerkzeuge an die jeweilige Stelle gebracht werden. Diese steuert der Operateur über den DaVinci-Roboter“, beschreibt die leitende Oberärztin Dr. Renate Röntgen das Verfahren. Die DaVinci-Technik ermöglicht durch die hochauflösende Bildübertragung auch an tiefen und engen Stellen eine sehr gute Sicht. Der Roboter setzt exakt die Bewegungen um, die der Operateur mit seinen Händen am Terminal vorgibt.  

Neben der Inkontinenzbehandlung wird der Roboter bei Radikaloperationen der Prostata oder der Entfernung einer Niere beziehungsweise von Teilen der Nieren bei Tumoren eingesetzt. 

Nach ihrer Operation, bei der die Scheide mit einem kleinen Netz an der unteren Wirbelsäule spannungsfrei befestigt wurde, sind die Vorteile der DaVinci-Methode für Inge Echterbeck spürbar. Sie ist erleichtert, dass sie bereits vier Tage nach der Operation wieder nach Hause gehen kann: „Mit Roboter-Unterstützung operiert zu werden, hat mich nicht beunruhigt“, sagt sie. „Ich bin sehr froh, dass alles so hervorragend geklappt hat.“


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