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28.08.2014

Neuerscheinung im Bethel-Verlag


Gesunde Mitarbeiter in einem gesunden Unternehmen

Bielefeld-Bethel. Die Mitarbeiterschaft altert, die Arbeitsverdichtung nimmt zu. Um im Sozial- und Gesundheitsbereich trotzdem auch weiterhin eine Arbeit von hoher Qualität anbieten zu können, ist es notwendig, die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der Mitarbeitenden zu erhalten. Gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem gesunden Unternehmen – das ist das Ziel der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Zur systematischen Gestaltung gesunder Arbeit im Sozial- und Gesundheitswesen ist jetzt im Bethel-Verlag in der Reihe „Bethel-Beiträge“ ein Praxisbericht erschienen.

Das Handbuch zeigt beispielhaft auf, wie ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) umgesetzt werden kann. Die Beiträge thematisieren unter anderem die Entstehung und Struktur des BGM-Projektes in den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, die Formulierung eines Grundverständnisses, die Vorgehensweise bei Pilotprojekten in ausgewählten Arbeitsfeldern, eingesetzte Instrumente und Methoden oder auch die Steuerung der Prozesse. Betriebliches Gesundheitsmanagement wird so konkret und vorstellbar.

Das neue Buch stellt auf 100 Seiten auch die Betheler Studie „Was erhält Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesund?“ vor. Für die Studie wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Arbeitsbereichen „Psychiatrie“ und „Sucht“ befragt. Sie waren mindestens 45 Jahre alt und seit mehr als zehn Jahren im Arbeitsfeld tätig. Und – wichtigstes Kriterium – sie fühlten sich am Arbeitsplatz wohl.

Die beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten waren für die Befragten „kein beherrschendes Thema“. Basismitarbeiterinnen und -mitarbeiter, so die Erkenntnis, ziehen die Beziehungsarbeit entschieden den Verwaltungsaufgaben in den höheren Hierarchieebenen vor. Die Vielfalt ihrer Aufgaben und die Möglichkeiten, ihre Kompetenzen zu erweitern und ihre Arbeit qualitativ weiterzuentwickeln, interessiert die Mitarbeitenden dagegen umso mehr. Auch spielt für die Arbeitszufriedenheit ein guter Rückhalt im Team eine wesentliche Rolle. Für alle Befragten bedeutet die Arbeit nicht nur Existenzsicherung. Für sie ist es wichtig, dass ihre Arbeit ein sinnstiftender Teil ihres Lebens ist. Zum einen wirken sie an einem moralischen Projekt mit, indem sie sich für andere einsetzen, zum anderen bietet die Arbeit ihnen Gelegenheit, sich in schwierigen Aufgaben zu bewähren, Anerkennung und Bestätigung zu finden. Arbeitsbedingungen, die diese Faktoren berücksichtigen, tragen zu einer „gesunden Arbeit“ bei.

Christian Janßen, Jürgen Lempert-Horstkotte (Hrsg.). Betriebliche Gesundheitsförderung in Bethel. Bethel-Beiträge 61. 340 Seiten, 10,90 Euro. Bethel-Verlag, Bielefeld 2014. ISBN 978-3-935972-43-7.


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