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28.10.2011

Neues Beschäftigungsangebot eingeweiht


Doris Odparlik und Ralf Fröhlich haben Spaß an den handwerklichen Arbeiten in der neuen Werkstatt im Haus Elim. Foto: Paul Schulz

Betheler Haus Elim sucht kreative Ehrenamtliche 

Bielefeld-Eckardtsheim/Bethel. Mit großer Präzision und konzentrierter Miene bohrt Ralf Fröhlich winzige Löcher in kleine Holzleisten. Mit Draht verbunden, sollen sie einen modernen Lampenschirm ergeben. Der 35-Jährige, der seit einer schweren Erkrankung auf umfassende Pflege angewiesen ist, hat sichtlich Spaß an dieser Arbeit. In der neuen kleinen Werkstatt des Hauses Elim in Bielefeld-Eckardtsheim kann er so viel tüfteln und basteln, wie er möchte. 

In dem gemütlichen Werkraum, der jetzt feierlich eröffnet wurde, erhalten die Bewohnerinnen und Bewohner eine sinnvolle Beschäftigung. „Wir wollen sie mit dem neuen Angebot fördern und ihnen helfen, dass ihre Fähigkeiten erhalten bleiben“, sagt Einrichtungsleiter Lars Kozian.  

Angeleitet und betreut werden die Bewohner in dem Kreativraum unter anderem von Ehrenamtlichen, wie Doris Odparlik, die Ralf Fröhlich heute zur Hand geht. „Es macht mir unheimlich viel Spaß, diesen Menschen zu helfen“, sagt die 57-jährige Bielefelderin. „Und man bekommt unheimlich viel von den Bewohnerinnen und Bewohnern zurück.“ 

Für das neue Angebot ist das Haus Elim dringend auf die Unterstützung von weiteren ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürgern angewiesen. „Wir freuen uns über jeden, der Spaß daran hat, mit Menschen zu arbeiten, der kreativ ist und vielleicht auch etwas handwerkliches Geschick mitbringt“, so Lars Kozian. 

Das Betheler Haus Elim am Semmelweisweg hat insgesamt 90 Plätze. Neben dem Bereich für Menschen mit gerontopsychiatrischen Beeinträchtigungen, demenzieller Erkrankung und schwerer körperlicher Pflegebedürftigkeit gibt es in Elim Plätze für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen sowie den Wohnbereich „Junge Pflege“. In diesem Bereich wohnen Menschen wie Ralf Fröhlich, die für ein Altenheim eigentlich viel zu jung sind, aber nur dort die benötigte intensive Pflege bekommen. 

Insbesondere für die zwölf Bewohner der „Jungen Pflege“ wurde die kleine Werkstatt unter dem Motto „Guck mal, wer da hämmert!“ eingerichtet. An den Werkbänken können sie zum Beispiel mit Holz arbeiten, Wandteppiche weben oder mit Ton Skulpturen und Gefäße gestalten. Das Beschäftigungsangebot wurde mit geringem Aufwand und viel Fantasie in Eigenregie von den Mitarbeitenden geschaffen. „Wir haben noch eine verstaubte Werkbank gefunden. Der Hausmeister hatte noch etwas Werkzeug übrig, und die Mitarbeitenden brachten hier und da noch einen Hammer oder eine Säge mit. Das erste Material spendete ein Baumarkt“, freut sich Lars Kozian. 

Interessierte Menschen, die sich für ein ehrenamtliches Engagement im Haus Elim interessieren, können sich unter Telefon (0521) 144 1208 melden.


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