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27.03.2013

Prof. Dr. Martin Sauer geht in den Ruhestand


Prof. Dr. Martin Sauer lehrte im Studiengang „Management im Sozial-und Gesundheitswesen“. Als Dozent bleibt er der FH der Diakonie im Ruhestand erhalten.

Prof. Dr. Martin Sauer war für den Aufbau und Etablierung der neuen Fachhochschule verantwortlich.

„Diakonie wird auch über die Führung erlebt!“

Bielefeld-Bethel. Drei große Umzugskartons, randvoll mit Aktenordnern, hat Rektor Prof. Dr. Martin Sauer vor einigen Wochen noch gemeinsam mit seinem Nachfolger Prof. Dr. Thomas Zippert gepackt und nach Köln geschickt. Damit konnte er einen letzten wichtigen Meilenstein für die Fachhochschule der Diakonie auf den Weg bringen. Im April entscheiden Vertreter des Wissenschaftsrates in Köln über die dauerhafte Betriebserlaubnis für die Fachhochschule.

Eigentlich hatte Prof. Dr. Martin Sauer gehofft, dass die Entscheidung der Gutachter noch in seine Amtszeit fällt. Ende des Monats (31. März) geht der 65-jährige Theologe und Diplom-Sozialpädagoge allerdings in den Ruhestand. Aber er ist zuversichtlich, dass die immer noch junge Fachhochschule der Diakonie die „institutionelle Akkreditierung“ erhält und nicht mehr mit einer vorübergehenden Betriebserlaubnis arbeiten muss.

Prof. Dr. Martin Sauer hat die Entwicklung der im Oktober 2006 eröffneten Fachhochschule der Diakonie von Anfang an vorangetrieben und gestaltet – zunächst als verantwortlicher Projektleiter für den Aufbau, ab August 2007 als Nachfolger von Gründungsrektor Prof. Dr. Hanns-Stephan Haas. Die FH der Diakonie wird  von elf Gesellschaftern getragen, unter anderem von der Westfälischen Diakonenanstalt Nazareth, dem Ev. Johanneswerk und dem Diakonischen Werk der EKD.

Die Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld-Bethel startete den Lehrbetrieb mit drei Bachelor-Studiengängen. Mit insgesamt 80 Studierenden ging es los. Heute sind 560 Studierende für sieben Bachelor-Studiengänge eingeschrieben, und die Nachfrage steigt. „Die berufsbegleitende Konzeption und die hohe Praxisnähe haben sich bewährt. Das wir so schnell wachsen würden, konnte aber keiner erwarten“, bilanziert Prof. Dr. Martin Sauer, selbst  Leiter des Studiengangs „Management im Sozial- und Gesundheitswesen“.

Die FH der Diakonie leiste einen wichtigen Beitrag, um die personelle Nachfrage diakonischer Unternehmen zu bedienen, besonders in Sachen Führungsqualitäten. „Unsere Studienangebote spiegeln genau die Wünsche und Bedürfnisse unserer Gesellschafter wider. Es geht unter anderem darum, Mitarbeitende für Führungsaufgaben auszubilden, die weniger qualifizierte Mitarbeiter anleiten können. Außerdem soll unser diakonisches Selbstverständnis durch die Leitungsverantwortlichen besser umgesetzt und vermittelt werden.“ Die Diakonie werde immer auch über die Art und Weise erlebt, wie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geführt werden, ist Prof. Dr. Martin Sauer überzeugt.

Martin Sauer wurde Ende 2003 als Abteilungsleiter der Personalentwicklung im Ev. Johanneswerk mit der Durchführung des Projektes „Die Zukunft der beruflichen Ausbildungen“, einem Gemeinschaftsprojekt von Bethel und dem Ev. Johanneswerk, beauftragt. Das Projekt diente dazu,  die Zusammenlegung der Ausbildungsangebote der beiden Unternehmen im Bereich „Pflege- und Gesundheitsberufe“ vorzubereiten. Dr. Martin Sauer war maßgeblich für die Entwicklung des Konzeptes für die geplante gemeinsame Ausbildungsstätte verantwortlich. Er übernahm die Geschäftsführung des am 1. Januar 2005 eröffneten Ev. Bildungszentrums für Gesundheitsberufe – bis zu seinem Wechsel an die Fachhochschule der Diakonie im Herbst 2006.

Offiziell wird Dr. Martin Sauer das Rektorat beim nächsten Hochschultag am 19. April im Assapheum an Prof. Dr. Thomas Zippert übergeben. Prof. Zippert besetzt an der FH der Diakonie den Lehrstuhl für Diakonik. Prof. Sauers Lehrstuhl für Sozialmanagement und Personalarbeit übernimmt am 1. April Dr. Jörg Martens, Theologe, Erziehungswissenschaftler und Experte für Personalentwicklung aus Bremerhaven.

 


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