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25.05.2012

Projekt „Gesundes Frühstück“ in der Hamfeldschule


Guilbert und Linda entdecken den Spaß am Kochen.

Früchtetee mit Kirschsaft schmeckt echt lecker finden die Schulkinder (v.l.) Moussa, Guilbert und Linda. Katharina Witt, Henrike Müller, Sarah Adam, Claudia Frese und Vanessa Jennebach (v.l. finden das auch. Fotos: Paul Schulz

Ganz viel Zucker macht ganz schön schlapp!

Bielefeld-Bethel. Es gibt Lebensmittel, die machen fit und Lebensmittel, die machen schlapp. Das zumindest behaupten die beiden Handpuppen „Fitti“ und „Schlappi“. Und sie wissen noch mehr: Was sehr viel Zucker enthält, macht besonders schlapp. Zum Glück reden Fitti und Schlappi nicht nur, sondern unternehmen auch etwas. Zusammen mit zwölf Auszubildenden der Diätassistentenschule des Ev. Krankenhauses Bielefeld  zeigen sie den Kindern der Hamfeldschule Bielefeld-Schildesche, wie man sich gesund ernährt.

Nicht Mathe und Deutsch stehen an diesem Vormittag auf dem Stundenplan sondern Backen, Getränke mixen und Bewegung. Dafür werden die zwölf Schülerinnen und Schüler in kleine Gruppen aufgeteilt. Moussa, Linda und Guilbert bilden ein Team. Die drei Kinder im Alter von acht und neun Jahren haben sich gründlich die Hände gewaschen. Denn sie werden Vollkornteig kneten und einen Hefezopf backen. „Der Teig wird zu drei gleichen Rollen geformt. Die legt ihr nebeneinander und drückt die Enden auf einer Seite fest zusammen“, leitet Katharina Witt die Schüler an. Dann werden die Rollen geflochten. „Das ist aber ganz schön schwer“, beschwert sich Moussa, der sich bemüht einen richtig schönen Hefezopf hinzubekommen.

„Gesundes Frühstück“ heißt das Projekt, das die Auszubildenden der Schule für Diätassistenten im Johannesstift  in ihrem zweiten Ausbildungsjahr vorbereitet haben. Drei Vormittage spielen, kochen und malen sie mit den Schülerinnen und Schülern der Förderschule. Für die angehenden Diätassistentinnen ist das Projekt eine gute Übung. „So lernen sie sich auf die unterschiedlichsten Menschen einzustellen“, erläutert Elke Ottemeier, Lehrerin an der Schule für Diätassistenten. In ihrem Beruf werden sie später alte und  junge Menschen beraten mit und ohne Förderbedarf. Und alle sollen sich gleichermaßen angesprochen fühlen.

„Woran merkt ihr denn, dass in einem Getränk ganz viel Zucker ist“, fragt Sarah Adam die Schulkinder. „Es klebt“, antwortet Linda. Sie hat sich gemerkt, dass Cola, Energy Drinks und Fruchtsäfte aus dem Supermarktregal absolut nicht zu den Fitmachern gehören. „Aber Mineralwasser und Früchtetee kann man so viel trinken wie man will“, sagt sie. Da gibt ihr Fitti Recht. Und Schlappi steht ganz schön dumm da mit seinen klebrigen Softdrinks, die die Kinder in einem Blindtest erkannt und aussortiert haben.

Dass die zwölf Auszubildenden ausgerechnet die Hamfeldschule ausgesucht haben, um ihr Projekt durchzuführen, liegt nicht nur an der örtlichen Nähe zum Johannesstift in Schildesche, wo sich ihre Ausbildungsstätte befindet. „Für viele Kinder in der Schule ist gesunde Ernährung kein Thema. Sie trinken beinahe täglich zuckerhaltige Limonaden und essen zu wenig Obst“, sagt Claudia Frese, Ökotrophologin der Förderschule. So ein Projekt, das die Schüler sensibilisiere, sei daher willkommen.

Die Back- und Kochrezepte können die Kinder übrigens mit nachhause nehmen. Und vielleicht steht demnächst tatsächlich bei dem ein oder anderen erfrischender Früchtetee oder selbstgebackener Vollkorn-Hefezopf auf dem Tisch. Der Vormittag mit den angehenden Diätassistentinnen ist bei den Kindern jedenfalls gut angekommen und Guilbert freut sich schon auf ein nächstes Mal. „Das hat richtig Bock gemacht“, findet er.


Dateien:
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