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29.04.2019

SC Peckeloh macht körnige Spielespende


Der Flur der Kinderkrebsstation wird zum Spielfeld. Henri zielt und trifft beim Cornhole-Spiel, Stefan Klinger, Trainer vom SC Peckeloh, feuert Henri an. Foto: Mirco Menebröcker

Maissäckchen flieg!

Bielefeld-Bethel. „Cornhole“, das Brettspiel für alle Generationen, ist bekannt durch die TV-Sendung „Schlag den Raab“. Das Original spielt man mit handlichen Säckchen, die mit Maiskörnern gefüllt sind. Der Sportverein SV Peckeloh aus dem Kreis Gütersloh kam auf die tolle Idee, zwei große Sets dieses unkomplizierten Geschicklichkeitsspiels zu bauen und dem Kinderzentrum Bethel zu schenken.

Henri, fünf Jahre alt und Patient im Kinderzentrum Bethel, stellt sich im Stationsflur der Kinderonkologie souverän an eine Klebeband-Grenzlinie, nimmt ein quadratisches Säckchen vollgefüllt mit Maiskörnern in die Hand, schaut konzentriert auf ein vier Meter entferntes Spielbrett in Schieflage, das ein Loch im oberen Drittel hat, zielt, wirft und trifft! Riesenjubel! Das „Krankenhauskinder-Team“ Muhammed, Henri, Julia und Damien gehen in Führung vor den „Minis“ des SC Peckeloh Jost, Lukas und Chayenne. Doch noch ist die Partie im Brettspiel „Cornhole“ nicht entschieden. Die beiden Teams haben insgesamt acht Würfe. Jeder Treffer auf das Spielbrett zählt einen Punkt, jeder Lochtreffer sogar drei Punkte. Die Spannung bleibt bis zum Schluss insbesondere bei einem Spielstand von 4 zu 3.

„Kleine Kinder, Menschen im Rollstuhl, Erwachsene unterschiedlichen Alters, einfach alle können gemeinsam spielen und gleiche Chancen haben. Man arbeitet mit unterschiedlichen Wurfdistanzen zum Brett“, erzählt Matthias Kath, der bei Sportverein SC Peckeloh aus dem Kreis Gütersloh, das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) managt. Er ist der Motor für die Spielespende an das Kinderzentrum Bethel und ist mit einer kleinen Mannschaft direkt zur Übergabe ins Evangelische Klinkum Bethel gekommen.  In diesem Jahr betreuen Joelle und Niklas in ihrem FSJ die sozialen Projekte, zu dem auch die Umsetzung der „Cornhole“- Idee gehört. Die Bretter hat der SC Peckeloh in einer Werkstatt bauen lassen, die mit geflüchteten Jugendlichen arbeitet. Die Maissäckchen aus Jeansstoff sind selbstgenäht. „Stefan Raab hat das Spiel aus Amerika bei uns bekannt gemacht. Mittlerweile gibt es sogar eine „Cornhole“ Bundesliga“, berichtet Kath.

Ganz so weit sind die jungen Spielerinnen und Spieler auf dem Krankenhausflur noch nicht. „Ein unkompliziertes Spiel, das wir als Therapeuten mit den Kindern bei gleichen Gewinnchancen spielen können.“ Rodrigo Barros, Ergotherapeut in der Kinderonkologie, freut sich über die großen Spielbretter, die Indoor bestens genutzt werden können. „Das ist für unsere Station besonders wichtig, weil die Kinder durch ihre Therapien oft nicht nach draußen dürfen. Bei uns findet Spielen drinnen statt!“

Der Wettkampf mit den „Minis“, das sind die ganz jungen Fußballer vom SC Peckeloh, geht weiter. Und im letzten Wurf gelingt Chayenne der Ausgleich. Ein gutes Ergebnis für das erste aber bestimmt nicht das letzte „Cornhole“- Match im Krankenhaus.


Dateien:
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