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27.12.2013

Studie bescheinigt Ev. Krankenhaus Bielefeld besten Wert der Region


Während der Schlaganfallversorgung mit Thrombolyse werden neurologische Untersuchungen durchgeführt: (v. l.) Oberarzt Dr. Christoph Hagemeister, Gesundheits- und Krankenpfleger Martin Weiß, Chefarzt Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Schäbitz und Assistenzärztin Dr. Vanda Toth. Foto: Bethel

Gute Schlaganfallversorgung, weil die Abläufe stimmen

Bielefeld-Bethel. Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Denn ein Blutgerinnsel verschließt ein Gefäß im Gehirn, und die unversorgten Hirnregionen sterben unwiederbringlich ab. Mit der wirkungvollsten Therapiemethode - der Thrombolyse - kann nur in den ersten Stunden behandelt werden. Eine neue Studie bescheinigt den Schlaganfallstationen des Ev. Krankenhauses Bielefeld (EvKB) jetzt einen Spitzenwert. Denn dort haben die Neurologen die Abläufe so optimiert, dass diese Therapie bei überdurchschnittlich vielen Patienten erfolgreich ist.

„Bei der Thrombolyse spritzen wir ein Mittel, das das Gerinnsel auflöst und so das verschlossene Gefäß wiedereröffnet. Damit verhindern wir, dass Gehirnregionen absterben, was mit dem Verlust von Körperfunktionen verbunden wäre und auch tödlich enden kann“, erklärt Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Schäbitz, Chefarzt der Klinik für Neurologie im EvKB. Da diese Therapie jedoch nur in den ersten viereinhalb Stunden nach dem Schlaganfall durchgeführt werden kann, sei der Patientenkreis hierfür stark eingeschränkt.

Umso mehr freut sich der Neurologe über die Studie „Qualitätsparameter der akuten Schlaganfallversorgung“ in der Fachzeitschrift „Der Nervenarzt“. Sie attestiert beiden Schlaganfallstationen des EvKB in Bethel und im Johannesstift, dass dort im vergangenen Jahr fast jeder fünfte Patient mit der Thrombolyse versorgt wurde. „Diese Rate ist eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale der Schlaganfallversorgung“, weiß Prof. Schäbitz. Es ist der beste Wert in der Region, wo der Durchschnitt bei rund zehn Prozent liegt.

„Damit es zu diesem Spitzenwert kommt, muss ein Schlaganfall zunächst erkannt werden“, sagt der Chefarzt. Lähmungserscheinungen, Sprachverlust, einseitige Seh- oder Gehstörungen können ihn anzeigen, müssen aber auch vom Betroffenen und dem sozialen Umfeld als Schlaganfall gedeutet werden. Mit Aktionen und Videos hat die Klinik die Bevölkerung für dieses Thema sensibilisiert.

Das nächste Glied in der Kette ist der Rettungsdienst. „Er muss die Notaufnahme des Krankenhauses, in dem Schlaganfälle behandelt werden, bereits während der Fahrt informieren. Dann sind die Mitarbeiter dort in optimaler Weise vorbereitet“, erklärt Oberarzt Dr. Christoph Hagemeister. „Diese Zusammenarbeit funktioniert bei uns hervorragend.“

Auch in der Notaufnahme spielt Zeit eine entscheidende Rolle. Kommt ein Schlaganfallpatient ohne Rettungsdienst, muss zunächst die Dringlichkeit erkannt werden. Untersuchungen müssen zeigen, wie lange der Schlaganfall zurückliegt und welche Therapie geeignet ist. „Da all diese Abläufe in unseren Teams ungemein gut abgestimmt sind, können wir so viele Patienten vor schlimmeren Folgen des Schlaganfalls bewahren“, freut sich Prof. Schäbitz.


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