v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
 
Spenden
Suchen
27.11.2009

Über Liebe, Seele, Leib und Vernunft


Hilfe geben bei der Bewältigung von Grenzerfahrungen – der Beauftragte für Notfallseelsorge im Land Brandenburg, Pfarrer Stefan Baier, im Gespräch mit Jenice Pappelbaum, Isabelle Wederhake, Franziska Templer und Charlene Eichler (v.l.n.r.)

Lobetal: Angehende Sozialassistenten diskutierten christliche und ethische Themen / Erste religionsphilosophische Woche fand viel Anklang

„Glaube und Vernunft in unserer Zeit“, „Leben lernen mit der Sterblichkeit“ und „Was leisten Notfallseelsorger?“ – dies waren einige der Themen, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler des Bildungsgangs Sozialassistenz an der Beruflichen Schule für Sozialwesen der Hoffnungstaler Anstalten Lobetal in ihrer Religionsphilosophischen Schulprojektwoche beschäftigten.

Darüber hinaus erhielten sie sehr anschauliche Einblicke in verschiedene Weltreligionen. „Ziel dieses erstmals veranstalteten Projektes war es, Wissen zu vermitteln und eine konzentrierte Diskussion zu religiösen und ethischen Problemen zu ermöglichen“, unterstrich Schulleiterin Christine Bode das Anliegen.

Mit viel Engagement hatten sowohl Schülerinnen und Schüler, die Religionslehrerin, Gabriele Siegeln, und die Koordinatorin für Religionsphilosophische Schulprojekte, Manuela Michaelis, dieses interessante Projekt vorbereitet. Die 46 Schülerinnen und Schüler hatten im Vorfeld die Möglichkeit festzulegen, mit welchen Themen sie sich in besonderem Maße auseinander setzen wollen.

Vertreterinnen und Vertreter des Judentums, des Christentums, des Islams, des Buddhismus und des Hinduismus kamen im Verlauf der Woche nach Lobetal und berichteten sowohl über ihre Religion als auch aus ihrem Leben. Besonders eindrucksvoll war die Vorstellung traditioneller Riten wie das muslimische Gebet, welches Ender Cetin aus der Sehitlik-Moschee in Berlin-Neuköln zeigte, und das richtige Anlegen von Hochzeitssaris, so wie es heute noch im Hinduismus Brauch ist.

Angeregte Diskussionen zur christlichen Religion führten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit evangelischen Pfarrer/innen der Region. Sehr emotional wurde es dann im Podiumsgespräch mit der Pfarrerin Cornelia Reuter aus Berlin-Buch, die das Tafelprojekt „Laib und Seele“ der evangelischen Kirchen vorstellte.

Ein Höhepunkt der Woche war für die Schülerinnen und Schüler die Exkursion nach Berlin. Dort besuchten sie eine islamische Moschee sowie buddhistische und hinduistische Tempel. In allen Einrichtungen wurden sie herzlich aufgenommen, bewirtet und konnten so Einblicke in die sozialen Strukturen der Gemeinden gewinnen.

An den letzten beiden Tagen der Woche diskutierten die Schülerinnen und Schüler existenzielle Fragen wie den Umgang mit der eigenen Endlichkeit oder die Frage nach der wahren Liebe. Dabei brachten sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren eigenen Lebenserfahrungen ein.

Der Reflexion und auch der theoretischen Begleitung diente die Arbeit in Basisgruppen. Diese wurden von zehn Studentinnen und Studenten des Studienganges Religionspädagogik an der Evangelischen Fachhochschule Berlin geleitet. In diesen Gruppen war Raum, Unklarheiten und Anfragen im persönlichen Rahmen zu besprechen.

Die Schülerinnen und Schüler bewerteten diese Woche als eine große Bereicherung und sprachen sich dafür aus, sie zu einer Tradition werden zu lassen.

Hilfe geben bei der Bewältigung von Grenzerfahrungen – der Beauftragte für Notfallseelsorge im Land Brandenburg, Pfarrer Stefan Baier, im Gespräch mit Jenice Pappelbaum, Isabelle Wederhake, Franziska Templer und Charlene Eichler (v.l.n.r.)

Download Pressebild


© 2019 v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel