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18.08.2010

„Untypisch für eine Stadt-Brache“


Aus der Hand der Laudatorin der Deutschen Bank, Frau Nele Crompton, nehmen die Vorstandsmitglieder des Fördervereins „Landschaftspark Herzberge“ Urkunde und Preis entgegen (v.l.n.r. Dr. Rainer Norden, Vorsitzender Geschäftsführer des KEH, Karlheiz Riedel, Agrarbörse e.V., und Frau Dr. Hecht, Rehabilitationszentrum Berlin-Ost gGmbH).

Staatssekretär Dr. Hoff bei seiner Laudatio Fotos: Johannes Lehmann

Landschaftspark Herzberge in Berlin-Lichtenberg ausgezeichnet 

Berlin. Am Mittwoch, dem 18. August 2010, wurde eine der umfänglichsten Umweltmaßnahmen Berlins, der „Landschaftspark Herzberge“ in Berlin-Lichtenberg, ausgezeichnet. Im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „365 Tage – Deutschland. Land der Ideen“,  der unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten gemeinsam von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ und der Deutschen Bank durchgeführt wird, darf sich das Großprojekt „Ausgewählter Ort 2010“ nennen. Der „Landschaftspark Herzberge“ liegt der an der Nahtstelle der Stadtteile Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf: zwischen dem Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) im Norden, dem ehemaligen Industriegebiet Lichtenberg im Westen sowie der Kinder- und Jugendklinik Lindenhof im Süden.

Der Himmel hatte ein Einsehen, und die groß gewordene Schafherde auf der angrenzenden Weide gab einen bewegten Auftritt, als in Anwesenheit von Staatssekretär Dr. Benjamin-Immanuel Hoff und Bezirksbürgermeisterin Christina Emmrich die Vorstandsmitglieder stellvertretend für alle Beteiligten, Förderer und Partner Urkunde und Preis entgegennahmen. Es sei „untypisch für eine Stadtbrache“, dass sie zu einem landwirtschaftlichen Ort des Lernens entwickelt werde, sagte Staatssekretär Dr. Hoff in seiner Laudatio. Üblicherweise würden Häuser gebaut, Unternehmen angesiedelt und Umweltverträglichkeitsprüfungen angestellt. Aber gerade dieses Projekt, das eine einzigartige Verbindung aus Freizeit- und Erholungsraum, Naturschutzgebiet, Wohn- und Gewerbebereich darstelle, in dem Biotope mit seltenen Tierarten und Pflanzen ihren Platz hätten und der durch Netz von Rad- und Wanderwegen der Gesundheitsförderung dienen sollte, sei aus gutem  Grund einer der Förderschwerpunkte im Rahmen des Umweltentlastungsprogramms des Landes Berlin. 

Seit im Jahr 2004 die Planungen für den „Landschaftspark Herzberge“ begonnen haben, der – auch gefördert von der Europäischen Union – bis 2015 fertig gestellt sein soll, ist viel geschehen. Nicht nur die Schafherde ist gewachsen – auf dem Areal des Parks haben weit reichende Baumaßnahmen stattgefunden oder konnten beendet werden. Karlheinz Riedel vom Verein AGRARBÖRSE Deutschland Ost e.V. informierte, dass neben der Preisverleihung zugleich auch die Übernahme des ehemaligen Vermarktungsgebäudes (früherer VEG Gartenbau) als zukünftiger Standort des Landwirtschaftsbetriebes ADO GmbH und die Eröffnung des von Intersport geförderten Gesundheits- und Meditationspfades im Landschaftspark Herzberge begangen werden könnte.

 


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