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29.06.2015

Wanderausstellung „menschlich.Bethel“


Fotos: Reinhard Elbracht

Die Vielfalt bekommt Gesichter

Usedom/ Bielefeld. Ein Senior am Schlagzeug trommelt mit sichtlich viel Spaß und schaut dem Betrachter keck in die Augen; ein Mädchen schmiegt sich an das struppige Fell eines Esels und flüstert ihm in die großen Ohren – mit ebenso ausdrucksstarken wie überraschenden Bildern aus der Altenhilfe, der Jugendhilfe und den weiteren Angeboten einer der größten diakonischen Einrichtungen Europas soll die Wanderausstellung „menschlich.Bethel“ ihre Besucher fesseln. Die großformatigen Fotos werden von kurzen, informativen Texten begleitet.

Am Sonntag, den 5. Juli wird die Wanderausstellung in der St. Marien Kirche in Usedom offiziell mit einem Gottesdienst mit Pfarrer Hans-Ulrich Schäfer und Diakon Helmut Bauer (Stiftung Bethel) eröffnet. Sie kann vom 5. Juli bis 28. Juli in der St. Marien Kirche besucht werden. Ein Öffentlichkeitsreferent aus Bethel ist am 5. Juli und 6. Juli vor Ort.

Die Menschen und Szenen auf den Fotografien stehen beispielhaft für die vielfältigen Betheler Hilfeangebote. Die neue Wanderausstellung ist nach therapeutischen Schwerpunkten strukturiert. Auf fünf Inseln wird die Arbeit Bethels anhand der Themen „Musik“, „Sport“, „Natur und Tiere“, „Arbeit und Beschäftigung“ sowie „Kunst und Theater“ vorgestellt. Eine sechste Ausstellungsinsel gibt Einblick in die Geschichte der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel und zeichnet ein kurzes Porträt ihres Namensgebers Pastor Friedrich von Bodelschwingh. Zu der Ausstellung gehört auch eine interaktive Multimedia-Insel.

Die Wanderausstellung erhebt bewusst keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie bietet lediglich „Schlaglichter“ und soll vor allem übersichtlich sein. Ausführliche Informationen gibt es in der detaillierten Begleitbroschüre. Um auch das internationale Publikum zu erreichen, ist es mittlerweile die zweite Wanderausstellung in Folge mit englischen Begleittexten.

Durchschnittlich 20 000 Menschen an sechs bis zehn Standorten werden jedes Jahr über die Wanderausstellung erreicht. Bevorzugte Standorte sind vor allem touristisch interessante Kirchen. Aber auch in öffentlichen Gebäuden oder Kultur- und Gemeindezentren wird sie aufgebaut, um die diakonische Arbeit Bethels zu präsentieren und Lobbyarbeit für behinderte oder benachteiligte Menschen zu leisten.

Die neue Wanderausstellung „menschlich.Bethel“ ist von Sonntag, 5. Juli bis Dienstag, 28. Juli 2015 in der St. Marien Kirche, Marktplatz, 17406 Usedom zu sehen.
Die Öffnungszeiten sind täglich von 10 – 17 Uhr. Gruppenanmeldungen sind möglich bei Pfarrer Hans-Ulrich Schäfer, Tel. 038372-70247.

Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel setzen sich für behinderte, kranke, alte und sozial benachteiligte Menschen ein. Bethel ist mit seiner über 140-jährigen Geschichte geprägt durch die Ideen der Pastoren Friedrich und Fritz von Bodelschwingh. Sie wollten Menschen Hilfe geben, die woanders auf verschlossene Türen stießen. Aus dieser Idee heraus sind heute in acht Bundesländern Arbeits- und Betreuungsangebote entstanden. Leben und Arbeiten in Bethel basieren auf dem Grundsatz, dass jeder Mensch seine von Gott gegebene Würde hat. Das heutige Selbstverständnis kommt in der Vision „Bethel - Gemeinschaft verwirklichen“ zum Ausdruck: Alle Menschen in ihrer Verschiedenheit leben selbstverständlich zusammen, lernen und arbeiten gemeinsam. Heute bestimmt die gesellschaftliche Integration von Menschen mit Behinderung die diakonische Arbeit.

Zu den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel gehören Kliniken und Heime, Schulen und Kindergärten, Wohngruppen, Betriebe, Werkstätten und Werktherapien sowie Ausbildungsstätten. Die diakonische Arbeit steht heute vermehrt im Zeichen einer Ergänzung stationärer durch ambulante Hilfeangebote. Über 200 000 Menschen werden jährlich von den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel behandelt, betreut, beraten und gefördert. Rund 17.000 Mitarbeiter sind in den Einrichtungen Bethels in acht Bundesländern beschäftigt.


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