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27.10.2011

Wer sich bewegt – bewegt Europa


Foto: Lobetal

Neuer Ausbildungssabschnitt in den Niederlanden 

Lobetal. Am 7. November beginnt am Diakonischen Bildungszentrum Lobetal für die angehenden  Heilerziehungspfleger und Erzieher der Oberstufenklassen die letzte praktische Ausbildungsphase. Sieben Schülerinnen, die heute, am 27. Oktober, verabschiedet wurden, wagen eine ganz besondere Herausforderung. Ihre Ausbildungseinrichtungen befinden sich in Hengelo, Enschede und Baarn in den Niederlanden. Die letzten Schultage in Deutschland sind entsprechend aufregend und der Terminkalender ist gut gefüllt. „Ich habe meine letzten Tage hier komplett durchgeplant und hoffe, dass ich die letzten Tage gut schlafen kann“, erzählt die werdende Heilerziehungspflegerin Claudia Werner. In vier großen Kisten ist für Claudia Werner all das, was sie für die nächsten 18 Wochen brauchen wird. „Ich fahre natürlich schon mit einer gewissen Spannung, aber es ist natürlich auch Freude und vor allem viel Aufregung dabei“, beschreibt sie ihre Gefühle. Auch ihre Mitschülerin Cindy Andree schaut gespannt auf die kommenden Wochen. „Diese Zeit ist ein neuer Lebensabschnitt, den ich sehr genießen werde“, meint sie. „Wir wollen viel aus den niederländischen Praxisstellen mitnehmen und dann das gelernte in unserer Arbeit umsetzen.

Auch die beiden zukünftigen Erzieherinnen Martina Gehrke und Sarah Brachmann fahren mit Vorfreude und Spannung ins 555 km entfernte Enschede, wo sie in der Kindertagesstätte „De Vlinder“ arbeiten werden. „Schön, dass wir dort auch eine gemeinsame Wohnung haben“, freut sich Martina Gehrke, die sich gemeinsam mit ihren Mitschülern in einem Sprachkurs auf Kultur und Sprache der Niederlande vorbereitet hat. „Da kann man sich austauschen, zwischendurch deutsch sprechen und zusammen das Heimweh durchstehen.“

Seit 2004 kooperiert die Berufliche Schule für Sozialwesen in Lobetal mit den niederländischen Partnereinrichtungen. Im Rahmen dieses länderübergreifenden Projekts, beteiligt sich das Diakonische Bildungszentrum Lobetal am europäischen Programm „LEONARDO DA VINCI - Mobilität“. Daraus ergibt sich für die Schüler die Chance, nach einer entsprechenden Kompetenzprüfung, neben dem deutschen zugleich den niederländischen Berufsabschluss zu erwerben und somit europaweit in ihrem Beruf arbeiten zu können.

„Es ist jedes Mal spannend zu erleben, wie sich die SchülerInnen auf die praktische Ausbildung in den Niederlanden vorbereiten“, beschreibt Schulleiterin Christine Bode. „Sie investieren viel Zeit und Kraft, um sich sprachlich und kulturell vorzubereiten. Sie nutzen aber auch die Chance, sich fit für Europa zu machen und über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Die SchülerInnen gehen fachlich gut vorbereitet in diese praktische Ausbildungsphase. Unsere Partnerschule, das ROC van Twente in Almelo und bewährte Praxisanleiter in den Einrichtungen in den Niederlanden werden unsere SchülerInnen wie in den Vorjahren auch gemeinsam mit den KollegInnen unserer Schule begleiten. Diese gelingende Partnerschaft gibt allen Beteiligten eine große Sicherheit.“

 


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