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22.05.2019

Werkstätten für Menschen mit erworbener Hirnschädigung


Foto: Paul Schulz

Jahrestreffen der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft in Bethel

Bielefeld-Bethel. Die bundesweite Arbeitsgemeinschaft Werkstätten für Menschen mit erworbener Hirnschädigung (AG WfMeH) hat jetzt erstmals in Bethel getagt. Die Experten aus etwa 70 Werkstätten in ganz Deutschland nutzten die zweitägige Veranstaltung, um Leitlinien für die Arbeit von Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen zu erarbeiten, insbesondere für den Berufsbildungsbereich. Außerdem diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer pädagogische Ansätze im Umgang mit Menschen mit kognitiven oder sprachlichen Einschränkungen sowie herausforderndem Verhalten, zum Beispiel Rückzugsräume oder 1:1-Betreuung. Weitere Themen waren technische Assistenz, digitale Teilhabe und der Umgang mit Persönlichkeitsveränderungen. Henner Weduwen (v.l.), Leiter der Betheler Werkstatt am Haller Weg, Michaela Diesen von der proWerk-Geschäftsführung und Christoph Weber-Schlauß, Bereichsleiter in proWerk, gaben den Fachkräften sowie den fünf Sprechern der Arbeitsgemeinschaft, darunter Stefan Strabelzi, einen Einblick in die Arbeit der Betheler Werkstätten. Bei einem Besuch des PIKSL-Labors sowie der Projekte „Cognihome“ und „Neustart“ schilderten Betroffene ihre Erfahrungen mit den Betheler Angeboten zur digitalen Technik und beruflichen Rehabilitation.

Jährlich erleiden etwa eine Viertel Million Menschen jeden Alters in der Folge von Unfällen, Schlaganfällen, Herzstillständen oder Vergiftungen eine Schädigung des Gehirns mit unterschiedlichen Folgen. Experten sprechen in Deutschland von rund
800 000 Menschen mit einer erworbenen Hirnschädigung. Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel haben innovative Hilfekonzepte für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen entwickelt. Auch im Bereich Arbeit und beruflicher Rehabilitation hat Bethel spezialisierte Angebote.


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