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30.11.2011

Zeitungsberichterstattung am 30.11.2011


Bethel-Aufträge an die Wäscherei Bardusch 

Bielefeld-Bethel. Die ehemalige Wäscherei Bethel ist 2006 an eine Tochtergesellschaft der Firma Badusch übergeben worden. Der Betriebsübergang erfolgte zu einem verminderten Kaufpreis, weil Mitarbeitende zusätzliche Gehaltsleistungen bekamen, die der neue Eigentümer bereit war fortzuzahlen. Für das Auftragsvolumen des Ev. Krankenhauses Bielefeld wurde ein fünfjähriger Vertrag geschlossen mit der Klausel innerhalb dieser Laufzeit eine marktübliche Preisgestaltung für die Wäschereileistungen vorzunehmen.  

Neben dem Krankenhaus hat Bardusch nach wie vor größere Aufträge von der Betheler Behindertenhilfe, der Altenhilfe und dem Stiftungsbereich Bethel im Norden (Hannover/Niedersachsen). Gekündigt worden ist bereits im Dezember 2010 nur der Auftrag des EVKB, und zwar aus Kosten- und Qualitätsgründen. 

Bereits zwei Jahre vor Auslaufen hat das Krankenhaus mit der Wäscherei über eine Vertragsverlängerung verhandelt mit dem Ziel die Leistungen zu marktüblichen Preisen zu bekommen. Trotz dieser konkreten Anfrage lag bis zuletzt kein entsprechendes Angebot der Firma Bardusch vor. Also erfolgte eine Ausschreibung der Leistung, bei der die Firma Bardusch nur das drittbeste Angebot abgab. Die wirtschaftliche Verantwortung für das EvKB verlangte darum eine Entscheidung gegen den bisherigen Auftragnehmer.  

Der neue Auftragnehmer (ab 1. Jan. 2012) bietet die vorgegebene Qualität zu einem deutlich günstigeren Preis an; die Beschäftigten dieser Firma erhalten alle Haustarif-Entlohnungen, die über dem Branchentarif des Wäschereigewerbes liegen; zusätzlich werden Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld gezahlt. Es handelt sich um das Unternehmen Simeonsbetriebe GmbH aus Minden. Dessen Geschäftsführer Stephan Richtzenhain hat gerade den Deutschen Bürgerpreis verliehen bekommen für sein soziales Engagement.  

Für die Firma Bardusch machte das Auftragsvolumen mit dem EvKB nur knapp ein Drittel des Gesamtumsatzes mit Bethel aus. Von den ehemals in der Bethel-Wäscherei Beschäftigten, die den Betriebsübergang zu Bardusch 2006 mitgemacht haben, sind jetzt nur noch gut ein Dutzend Mitarbeitende bei Bardusch. Bardusch ist im Übrigen mit Betrieben an mehreren Strandorten vertreten und könnte sicherlich Aufträge zwischen den Standorten verlagern, um so auch die Wäscherei im Ortsteil Bethel besser auszulasten. Die in einem heute erschienenen Presseartikel zitierte Betriebsleiterin Anja Lach hat nie in Bethel gearbeitet, sondern kam von der Firma Bardusch in die Wäscherei in den Ortsteil Bethel. 

 


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