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Bethels Mission (4) – Beiträge von der Zeit des Nationalsozialismus bis zur Psychiatriereform

Bethels Geschichte in der Zeit des Nationalsozialismus und die Psychiatriereform in den 1970er-Jahren stehen im Mittelpunkt eines neuen Sammelbandes, der im Juni 2016 in der Reihe „Beiträge zur Westfälischen Kirchengeschichte“ erschienen ist.

In einer umfassenden Studie von Karsten Wilke werden die neuesten Ergebnisse zum Betheler Kinderkrankenhaus und seinem Chefarzt Fritz v. Bernuth vorgestellt. In dem Kapitel „Das Betheler Kinderkrankenhaus ‚Sonnenschein‘ 1929 – 1950“ beschäftigt sich Karsten Wilke eingehend mit dem 2014 öffentlich diskutierten Vorwurf, ein Teil der Sterbefälle in dem Kinderkrankenhaus sei auf Tötungen im Rahmen des nationalsozialistischen „Euthanasie“-Programms zurückzuführen. Karsten Wilke hat nach einer systematischen Quellenauswertung festgestellt, dass derartige Behauptungen nicht belegt werden können – was er in seinem Beitrag schlüssig begründet.

Die Idee für das neue Buch ist bei einer Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag des Beginns der „Euthanasie“-Verbrechen im November 2014 in Bethel entstanden. Herausgeber sind Prof. Dr. Matthias Benad sowie Bethel-Historiker Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl und die Leiterin des Hauptarchivs Bethel, Kerstin Stockhecke.

Matthias Benad, Hans-Walter Schmuhl und Kerstin Stockhecke (Hg.). Bethels Mission (4) – Beiträge von der Zeit des Nationalsozialismus bis zur Psychiatriereform. Luther-Verlag, Bielefeld 2016. 269 Seiten, 24,80 Euro. ISBN 978-3-7858-0688-3.

 
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