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1900 bis 1920 - Arbeiterkolonien, Kriegsversehrte und ein Akutkrankenhaus

13.11.1900
Wahl von Vater Bodelschwingh in den Preußischen Landtag.

1904
Friedrich v. Bodelschwingh holt seinen jüngsten Sohn Fritz zu seiner Unterstützung nach Bethel.

1905
Durch den Verein Arbeiterheim konnten mehr als 180 kleine Siedlungshäuser in den Stadtrandgebieten Bielefelds errichtet werden.

16.5. 1905
Eintrag des "Vereins Hoffnungstal für die Obdachlosen der Stadt Berlin". In diesem Verein hatte Bodelschwingh namhafte Berliner Bürger organisiert. Ziel war die Gründung einer Arbeiterkolonie in der Nähe Berlins.

15.10.1905
Eröffnung der Theologischen Schule in Bethel (heute Kirchliche Hochschule Bethel).

12.11.1905
Einweihungsfeier der Kolonie Hoffnungstal und Aufnahme der ersten zwanzig Kolonisten. Sie wurden in der Kolonie in so genannten Einzelstübchen untergebracht.

18.11.1906
Eröffnung eines weiteren Hauses mit 54 kleinen Einzelstübchen für "jugendliche arbeits- und heimatlose Wanderer". Diese Unterkunft erhielt den Namen Lobetal.

15.11.1907
Einweihung von Haus Gnadental in der Kolonie Hoffnungstal als Altersheim für die "ärmste, fast hoffnungslose Klasse der alten Trinker".

1.9.1908
Verfügung der Anstaltsleitung, die Quittungsbücher die bisher zur Registrierung der Bareinkäufe von Anstaltsangehörigen in Betheler Betrieben genutzt wurden einzuziehen. Anhand dieser Einkäufe wurden die Kunden am Jahresende an den Gewinnen der Betheler Geschäfte beteiligt. 1908 war dieses System so umfangreich geworden, das die Quittungsbücher durch Warengutscheine, das heute noch existierende „Bethel-Geld“ ersetzt wurden.

1909
Kauf eines Gutes bei Erkner (Hoffnungstaler Anstalten) zur Unterbringung gefährdeter weiblicher Jugend.

29.3.1910
Friedrich v. Bodelschwingh erleidet einen schweren Schlaganfall der ihn linksseitig ganz lähmte.

2.4.1910
Friedrich v. Bodelschwingh stirbt. Nach seinem Tode wird sein jüngster Sohn, "Pastor Fritz", Leiter von Bethel während sein ältester Sohn die Leitungsaufgaben seines Vaters in der Diakonissenanstalt Sarepta Übernimmt.

1910
Im Todesjahr Bodelschwinghs fanden 2293 Menschen mit Epilepsie, 351 so genannte Geistes-kranke,197 Nervenkranke, 196 Lungenkranke,1533 „körperliche Kranke“, 714 Waisenkinder, 1617 Arbeitslose, 200 Alkoholiker, 114 „sonstige Anstaltspflegebedürftige u. Direktionslose“ und 474 Erziehungszöglinge Hilfe und Unterstützung in den Betheler Einrichtungen. In Sarepta gab es 1335 Schwestern die auf 405 Stationen arbeiteten, in der Diakonenanstalt Nazareth 491 Brüder und Pfleger, die an ca. 159 verschiedenen Arbeitsstationen tätig waren.

Dez. 1911
Nach mehrjähriger Planung konnte eine neue Krankenhausanlage Neu-Morija eröffnet werden. Sie bot Raum für die Aufnahme von 120 so genannten „Irren“ und „epileptisch Irren“ Patienten, d.h. Menschen mit Psychischen Erkrankungen. In Morija wurden sowohl akut erkrankte Patienten wie Langzeitpatienten aufgenommen.

1913
Eröffnung des Akutkrankenhauses Gilead durch Sarepta. Verschärfte Vorschriften in der Krankenpflege erforderten eine Verbesserung der Ausbildung der Diakonissen. In einem eigenen Krankenhaus konnte die geforderte Ausbildung am Ort gewährleistet werden.

1.8.1914
Verabschiedung der zum Kriegsdienst eingezogenen Männer in der Zionskirche; darunter sechs Ärzte der Anstalt.

1917
429 Todesfälle unter den Kranken durch Unterernährung. Hunger in Bethel trotz der Erleichterung durch Torflieferungen für Heizzwecke und Haferlieferungen aus Freistatt und der Erzeugnisse der landwirtschaftlichen Stationen der Anstalten.

1918
Bis Kriegsende gibt es in Bethel 30 Lazarettstationen.

1.1.1919
Erscheinen des christlichen Tageblattes "Aufwärts". Die Zeitung sollte: „ohne parteipolitische Bindung christliche Gedanken und Maßstäbe in das öffentliche Leben unseres Volkes hineinstellen und denen, die nach Licht und Weisung aus dem Evangelium auch für die politischen Dinge fragten, Antwort ... geben“.

Sommer 1919
Beginn der Arbeit in der Heimvolkshochschule "Lindenhof".

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