Bethel - Bethel beteiligt sich an Protesttag
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Bethel beteiligt sich an Protesttag

Lautstark und mit vielen bunt bemalten Plakaten machten sich heute hunderte Frauen und Männer auf dem Weg vom Rathausplatz in Richtung Alter Markt in der Bielefelder Innenstadt. Anlass war der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Das Motto dieses Jahr lautete: „Menschenrechte sind nicht verhandelbar.“ Auch viele Akteure aus Bethel beteiligten sich am Demonstrationszug und an den anschließenden Aktionen auf dem Rathausplatz. So führte die Theaterwerkstatt Bethel beispielsweise eine interaktive Performance mit dem Titel „Mensch ist…“ auf.
Die Demonstrantinnen und Demonstranten gingen für mehr Sichtbarkeit, Anerkennung und Respekt auf die Straße. Bettina Päeuser, Mitglied des Werkstattrates in Gütersloh, betonte: „Ich stehe hier für mehr Sichtbarkeit und Assistenz für Menschen mit Behinderung. Es sollte weniger Barrieren in der Stadt geben.“ Chantal Schmidt-Lorenz fügte hinzu: „Ich demonstriere für mehr Kennenlernangebote für Menschen mit Behinderung in der Stadt.“
Mit dem Protesttag soll ein Zeichen für Inklusion, Teilhabe und Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderungen gesetzt werden. Begleitet wurde der Aktionstag von einer kleinen Bühnenschau, bei der Matthias Gräßlin, Leiter der Theaterwerkstatt Bethel, durch das Programm führte. „In Bielefeld leben mehr als 60.000 Menschen und ihr seid jetzt hierhergekommen, um für ihre Rechte einzutreten“, begrüßte er das Publikum.

Nachdem der Demonstrationszug mit lauten Trillerpfeifen und Musik durch die Stadt gezogen war, fand auf dem Rathausplatz eine Podiumsdiskussion mit Oberbürgermeisterin Christiana Bunte statt. Die Themenvielfalt war groß: Von Wohnen und Mobilität über Verwaltung und Information bis hin zu Teilhabe-Angeboten. In der Diskussion plädierten die Teilnehmenden unter anderem für mehr betriebsintegrierte Arbeitsplätze, mehr rollstuhlgerechte Wohnungen, barrierefreien Bus-und Bahnverkehr und Zuschüsse für inklusive Angebote. Die Oberbürgermeisterin nahm die Forderungen der Teilnehmenden ernst und appellierte am Ende der Diskussion an eine Zusammenarbeit der Verbände und der Stadt, um die Barrierefreiheit in Bielefeld zu optimieren: „Wir setzen auf Ihre Expertise und Ihre Ideen. Denn nur zusammen können wir die Barrierefreiheit in Bielefeld verbessern.“




