Nachrichten

Ein neuer Raum für Zuversicht

An der symbolischen Grundsteinlegung nahmen teil: Ulrich Johnigk, Projektleiter Stiftungen Sarepta und Nazareth, Architekt Thomas Brewitt, Ulrich Nowatzki von AKD Bau, Bethels Vorstandsvorsitzender Pastor Ulrich Pohl, Bethel-Vorstandsmitglied Pastorin Dr. Johanna Will-Armstrong, Wilfried Wesemann und Linda Bulthaup von der Direktion der Stiftungen Sarepta und Nazareth sowie Yeliz Leiseman, Leiterin des Hospizes.

Großzügige Zimmer, bodentiefe Fenster und Barrierefreiheit vom Balkon bis in den Garten: Bethel legte jetzt den Grundstein für das neue Hospiz Haus Zuversicht. Der Ersatzbau löst den bislang genutzten Altbau am Bethelweg ab, wo sich Haus Zuversicht seit seiner Eröffnung 1998 befindet.

„Ein gutes Haus ist mehr als nur Fassade, Kosten und Quadratmeter. Der Grundstein ist auch Zeichen des Respekts für alle, die sich hier jeden Tag der herausfordernden Hospizarbeit stellen“, sagte Architekt Thomas Brewitt bei der Veranstaltung. Auf dem Bauplatz am Quellenhofweg wurde eine Metallhülse mit Dokumenten in ein Stück Mauerwerk eingelassen. „Die Planung ist abgeschlossen, jetzt geht es an die Umsetzung“, so Wilfried Wesemann von der Direktion der Stiftungen Sarepta und Nazareth. „Ein großes Dankeschön geht an unsere Freunde und Förderer, die die Hospizarbeit in Bethel so sehr unterstützen.“

Rund 7 Millionen Euro wird der Neubau kosten. Nach seiner Fertigstellung Ende 2024 bietet das Haus auf einer Fläche von 1.500 Quadratmetern Zimmer für 16 Gäste auf zwei Etagen. Es wird auch Menschen, die im Pflegebett liegen müssen, vollumfänglich zugänglich sein. Auf jeder Etage gibt es eine große Wohnküche, an die sich im Erdgeschoss eine Terrasse und im Obergeschoss ein Balkon anschließen. Nahe dem Haupteingang verfügt das Haus über einen Multifunktionsraum für Teambesprechungen, Besuchergruppen oder Veranstaltungen. Die unzureichende Barrierefreiheit ist ein Grund, warum ein Weiterbetrieb des Hospizes im alten Gebäude künftig nicht mehr möglich ist. Außerdem war nicht jedes Gästezimmer mit einem Bad ausgestattet. Beides aber, Barrierefreiheit und eigene Bäder, sind für den Betrieb eines Hospizes mittlerweile gesetzlich vorgeschrieben – und deshalb zwingend notwendig. Ein entsprechender Umbau des derzeitigen Gebäudes wäre wirtschaftlich nicht sinnvoll gewesen.

Auch im neuen Haus Zuversicht wird viel Wert daraufgelegt, dass das Gebäude Wohnlichkeit und Wärme ausstrahlt. „Es ist ein Haus des Lebens und der Freude, bei allem Leid, das unter diesem Dach geschieht“, sagte Pastorin Dr. Johanna Will-Armstrong bei der Grundsteinlegung. Im Außenbereich wird ein Garten angelegt, der auch im Pflegebett erreichbar sein wird. Um an den geschichtsträchtigen Standort des Neubaus auf dem Gelände des alten Quellenhofes zu erinnern, soll zudem der historische Torbogen, der zuvor den Eingang des Quellenhof-Gebäudes umrahmte, einen prominenten Platz am neuen Haus Zuversicht bekommen.

 

Fotos: Daniel Kolakowski