Ist die Inklusion bedroht?
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Ist die Inklusion bedroht?

Die gesellschaftliche Debatte über Inklusion und den Wert jedes einzelnen Menschen wird rauer. Pastor Dr. Bartolt Haase, Vorstandsvorsitzender der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, beobachtet mit Sorge, dass Menschen mit Behinderungen wieder stärker an den Rand gedrängt werden. Im Interview mit dem evangelischen Magazin „chrismon“ spricht er über Angriffe auf das Selbstverständnis Bethels, die Bedeutung demokratischer Werte und die Verantwortung, rechtzeitig Haltung zu zeigen. „Da müssen wir die Stimme erheben – für die Werte Bethels. Das sind Grundwerte eines demokratischen Miteinanders“, betont er. Dabei geht es auch um die Macht von Sprache und um die Frage, wo die Grenzen des Sagbaren liegen.
Gleichzeitig warnt Dr. Haase vor den Folgen des wachsenden Spardrucks im Sozialbereich. „Es geht klar rückwärts“, blickt er mit Sorge vor Einschnitten. Kürzungen könnten dazu führen, dass Menschen mit Behinderungen ihre Arbeit oder Kinder ihre inklusive Schule verlieren. Reformen seien notwendig, dürften aber nicht auf Kosten von Teilhabe und Selbstbestimmung gehen. Trotz aller Sorgen macht der Bethel-Chef die Erfahrung, dass viele Mitarbeitende mit großer Motivation und Sinnorientierung arbeiten. „Viele junge Menschen machen ihre Arbeit hochmotiviert und entscheiden sich mit Begeisterung dafür. Immer mehr Menschen suchen einen Beruf, der Sinn stiftet. Dieses Potenzial dürfen wir nicht verbrennen“, betont Pastor Dr. Haase. Begegnungen mit den Menschen, die die Stiftung begleitet, zeigen ihm immer wieder, warum sich dieser Einsatz lohnt.
Das Interview gibt es hier


