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Medizin-Campus in Bethel wächst

Sarepta vereint Medizinstudierende und Auszubildende der Gesundheitsfachberufe

Im Haus Sarepta in Bethel entsteht ein Haus der interprofessionellen Lehre. Bislang ist in dem ehemaligen Mutterhaus der Diakonissen die Pflegeschule des Evangelischen Klinikums Bethel (EvKB) untergebracht. Nun werden aus dem historischen Speisesaal und der ehemaligen Kapelle Lehrräume für Medizinstudierende des Universitätsklinikums OWL (UK OWL), zu dem auch das EvKB und das Krankenhaus Mara gehören. Die Kosten dafür betragen etwa 4,7 Millionen Euro und werden über die Universität Bielefeld aus einem Sonderinvestitionsprogramm des Landes NRW für die Universitätsmedizin finanziert. Das interprofessionelle Konzept, das in Sarepta künftig gelebt wird, ist zukunftsweisend und hat in dieser Form deutschlandweit Vorzeigecharakter.

Das Haus Sarepta ist eines der Wahrzeichen  von Bethel. Das imposante neugotische Hauptgebäude wurde Mitte der 1870er Jahre als Mutter- und Krankenhaus der Sarepta-Schwesternschaft errichtet. Es steht von Beginn an für einen Ort der Lehre und des Lernens in Bethel. Das altehrwürdige Mutterhaus vereint künftig die Lehre der Medizinstudierenden der Universität Bielefeld mit drei der fünf Gesundheitsschulen des EvKB: Nach Abschluss des vollständigen Umbaus ziehen die Schule für Diätassistenz und die Schule für medizinisch-technische Radiologieassistenz, die beide ihren Standort am Johannesstift in Bielefeld-Schildesche haben, mit ein.

Das Großprojekt ist in drei Abschnitte unterteilt, für die jeweils zwei Jahre eingeplant sind. Der komplette Umbau findet im laufenden Betrieb statt. Der erste Bauabschnitt betrifft den Nordostflügel des Hauses Sarepta. In diesem Teil des Gebäudes befinden sich die Kapelle und der Speisesaal.

Alte Kapelle

In der alten Kapelle werden Seminarräume in modernen Glaskuben entstehen. Die Buntglasfenster am Altar bleiben erhalten.

Speisesaal

Das ehemalige Herzstück Sareptas, der Speisesaal, wird ein Ort der Begegnung und des Austausches am neuen Campus.

Grafik Klassenraum
Grafik: Kenterplan Architekten

Dort entstehen Räumlichkeiten mit neuester digitaler Technik für die Lehre, für das Selbststudium und für die Verwaltung sowie eine neue Lehrküche für die Schule für Diätassistenz. In der Kapelle sind mehrere Seminar- und Kleingruppenräume in Glaskuben geplant. Der alte Speisesaal der Diakonissen wird für Auszubildende und Studierende ein Ort der Begegnung und des Austausches mit Arbeitsplätzen und einem Kiosk werden.

Sobald der Teil für die Medizinische Fakultät fertiggestellt ist, werden die Baumaßnahmen in den Bauabschnitten zwei (Mittelteil des Hauses) und drei (Südostflügel) folgen. Dann entstehen bis voraussichtlich 2027 Seminar- und Demoräume, ein Skills-Lab sowie Aufenthalts- und Besprechungsräume für die Gesundheitsschulen. Dieser Umbau wird aus Eigenmitteln finanziert.

Einen ausführlichen Artikel zum Umbau finden Sie auch in der aktuellen Ausgabe von DER RING hier