Ministerin Brandes würdigt Hochschule der Diakonie

Nachrichten

Ministerin Brandes würdigt Hochschule der Diakonie

HdD-Rektor Prof. Dr. Markus Schidt, Pastorin Andrea Wagner-Pinggéra, Mitglied des Bethel-Vorstands, Ina Brandes MdL, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und Bethels Vorstandsvorsitzender Pastor Dr. Bartolt Haase (v.l.). Foto: Christian Weische

HdD-Rektor Prof. Dr. Markus Schidt, Pastorin Andrea Wagner-Pinggéra, Mitglied des Bethel-Vorstands, Ina Brandes MdL, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und Bethels Vorstandsvorsitzender Pastor Dr. Bartolt Haase (v.l.). Foto: Christian Weische

Bielefeld-Bethel. Mit einem Festtag hat die Hochschule der Diakonie in Bethel ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Themen Inklusion, Partizipation und digitale Transformation – und damit zentrale Fragen für die Zukunft der Sozial- und Gesundheitswirtschaft sowie der diakonischen Arbeit.

Ehrengast Ina Brandes MdL, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, sagte: „Die Hochschule der Diakonie hat in den vergangenen 20 Jahren wichtige Pionierarbeit geleistet. Sie zeigt, wie Chancengerechtigkeit und Teilhabe selbstverständlich gelebt und junge Menschen unabhängig von ihrer Herkunft bestmöglich auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet werden können. Gerade in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft kommt es auf Fachwissen, Empathie und die Fähigkeit an, Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen zu begleiten. Mit ihrem Profil leistet die Hochschule einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und für die Fachkräftesicherung in Nordrhein-Westfalen.“

Prof. Dr. Markus Schmidt, Rektor der Hochschule der Diakonie, betonte die Bedeutung Chancengerechtigkeit und Begegnung auf Augenhöhe gleichermaßen. An der Hochschule für Diakonie sind Menschen mit Beeinträchtigung als Lehrende oft Experten in eigener Sache. „Inklusion und Partizipation sind ein Projekt, das noch lange nicht zu Ende ist. Wenn wir Teilnehmen und Teilgeben ermöglichen, beruht das auf dem Grundgedanken der Diakonie, dass jeder Mensch gleichzeitig würdevoll und verletzlich ist. Die Hochschule der Diakonie arbeitet daran, dass wir Menschen nicht in eine Schublade stecken. Das spiegelt sich in unseren berufsbegleitenden Studiengängen und den Forschungsprojekten“, so Schmidt.Zum 20-Jährigen Bestehen gratulierten auch für den Vorstand der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, Pastor Dr. Bartolt Haase sowie Pastorin Andrea Wagner-Pinggéra. Haase betonte die gute und einzigartige Gemeinschaft der 16 Gesellschafter der Hochschule. Durch die Dauerausstellung „Wir sind viele“ mit 50 Porträts von Menschen aus Bethel des Fotografen Jim Rakete sei in den Lehrräumen immer sichtbar, „für wen wir diese Arbeit machen“, sagte Bethels Vorstandsvorsitzender. „An diesem Ort wird akademischen Denken und Praxiserfahrung ganz eng verbunden“, betonte Andrea Wagner-Pinggéra. Bielefelds 2. Bürgermeisterin Miriam Welz hob die Bedeutung der Hochschule mit ihren sechs berufsbegleitenden Bachelor- und drei Masterstudiengängen hervor. „Sie prägen unsere Stadt. Bleiben sie mutig! Trotz aller Veränderungen.“ 

Wie diese Absolventen konnten 91 Studierende der Hochschule für Diakonie zusammen mit ihren Lehrkräften ihren Abschluss feiern. Foto: Barbara Franke
Wie diese Absolventen konnten 91 Studierende der Hochschule für Diakonie zusammen mit ihren Lehrkräften ihren Abschluss feiern. Foto: Barbara Franke

Ein weiterer Höhepunkt waren die Keynotes von Uwe Borchers vom ZIG OWL sowie Prof. Dr. Alexander Dietz von der Hochschule Hannover. Während Uwe Borchers über inklusive und partizipative Transformationen in der Gesundheitswirtschaft sprach, nahm Prof. Dr. Alexander Dietz die Digitale Transformation in der Diakonie in den Blick.

Die anschließenden Workshops machten deutlich, wie eng wissenschaftliche Entwicklung, Digitalisierung und die praktische Arbeit in der Diakonie miteinander verbunden sind. Die Teilnehmenden diskutierten unter anderem, wie KI in der Assistenz für Menschen mit Behinderungen ethisch verantwortungsvoll eingesetzt werden kann, wie partizipative Forschung und Inklusion gelingen und welche Chancen die digitale Transformation für die Diakonie bietet. Weitere Impulse beschäftigten sich mit der Frage, ob und wie KI Partizipation und Innovation in der Hochschullehre verändert.

Am Nachmittag folgte ein Gottesdienst in der Zionskirche, bei dem Dr. Adelheid Ruck-Schröder, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Respekt und direkte Begegnung als Werte der Hochschule und ihre spezielle Verbindung mit der Diakonie hervorhob. Für emotionale Momente mit vielen strahlenden Gesichtern sorgte die anschließende Ehrung von 85 Bachelor- sowie 6 Master-Absolventinnen und Absolventen. Parallel dazu durfte die Hochschule der Diakonie 138 neue Studierende für das anstehende Wintersemester begrüßen.