Bethel - Spielfreude und Gemeinschaft beim Integrativen Golfturnier

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Spielfreude und Gemeinschaft beim Integrativen Golfturnier

Der Bielefelder Golfclub und die Betheler Mamre-Patmos-Schule haben im Rahmen des 11. Integrativen Golfturniers ein besonderes Ereignis gefeiert: Seit 25 Jahren kooperieren beide Institutionen mit dem Ziel, den Golfsport für junge Menschen mit geistigen Einschränkungen zugänglich zu machen. „Golf hat für Menschen mit Behinderung eine besondere Bedeutung. Die Schlägerhaltung, der Abschlag, das Putten – alles fördert die Koordination und Konzentration. Zudem werden auf einem 18-Loch-Platz rund sieben Kilometer zurückgelegt“, erklärt Schulleiter Klaus-Hermann Bunte. 

Mithilfe von Golftrainer Bradley Kerr, der die Kinder und Jugendlichen seit 25 Jahren wöchentlich trainiert, hat sich ein Erfolgsprojekt entwickelt, das auf Spielfreude und Gemeinschaft beruht. Und das zeigte sich auch auf dem weiten Grün des Bielefelder Golfclubs: Rund 70 Golferinnen und Golfer waren aus dem gesamten Bundesgebiet angereist, um in verschiedenen Disziplinen so viele Punkte wie möglich zu holen. Der integrative Charakter des Events, dass in jedem Partnerspiel ein Golfer mit geistiger Behinderung mitspielte, brachte dabei viele unterschiedliche Personen zusammen.

Die jüngsten Teilnehmerinnen waren die Achtjährige Thea Thamm und die Neunjährige Sophie Hindrichs, die gemeinsam mit der ehemaligen Mamre-Patmos-Schülerin Zoe Neumann ein Team bildeten. Den jungen Golftalenten hat ihre erstmalige Teilnahme Spaß gemacht: „Ich habe es mir deutlich schwieriger vorgestellt, und hätte nicht erwartet, dass wir so erfolgreich zusammenspielen“, bilanzierte Sophie Hindrichs.

Die anschließende Siegerehrung, bei der die Bielefelder Band Schantallica für beste Stimmung sorgte, wurde zugleich auch zu einer speziellen Würdigung der Organisatoren Klaus-Hermann Bunte und Bradley Kerr. „Eigentlich seid ihr beiden die wahren Sieger“, rief Schirmherr Martin Hörmann dem Schulleiter und dem Golftrainer zu. „Ihr habt so viel Herzblut, so viel Detailarbeit investiert und seid für die Special Olympics so viele Kilometer um den Globus gereist.“ Als Dank widmete Hörmann dem Duo eine personalisierte Holzbank.

Fotos: Oliver Krato