Bethel - Die Wohnungsfrage des kleinen Mannes

Pressemitteilung

Die Wohnungsfrage des kleinen Mannes

Ausstellung in der Historischen Sammlung Bethel

Bielefeld-Bethel. „Die Wohnungsfrage des kleinen Mannes“ lautet der Titel einer Ausstellung, die vom 19. April bis zum 12. November in der Historischen Sammlung Bethel gezeigt wird. Ein menschenwürdiges Wohnumfeld hielt der frühere Bethel-Leiter Friedrich v. Bodelschwingh für den Schlüssel zur Lösung der sozialen Frage des 19. Jahrhunderts. Ihn beunruhigte, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt in der Folge der Industrialisierung schwand, die Kluft zwischen Arm und Reich größer wurde und die christlichen Werte an Bedeutung verloren.

Um etwas gegen diese Entwicklung zu tun und den Ärmeren wieder eine Perspektive zu geben, gründete Bodelschwingh den Verein Arbeiterheim. Mit finanzieller Unterstützung Bethels baute dieser Verein fast 400 Arbeiterwohnungen in Bielefeld und Umgebung. Er entwickelte verschiedene Häusermodelle, die rasch und kostengünstig realisiert werden konnten. So prägte der Verein beispielsweise den Bielefelder Westen rund um die Roland-, Wittekind- und Kriemhildstraße sowie die Gebiete um die Spindelstraße und den Heimweg. Die Ausstellung widmet sich diesem teils in Vergessenheit geratenen Engagement Bethels.

Die Ausstellung in der Historischen Sammlung Bethel, Kantensiek 9, 33617 Bielefeld, wird am Sonntag, 19. April, um 15 Uhr durch Bethels Vorstandsvorsitzenden Pastor Dr. Bartolt Haase eröffnet. Sie ist vom 19. April bis zum 21. Mai sonntags bis donnerstags von 15 bis 18 Uhr und vom 26. Mai bis zum 12. November dienstags bis donnerstags von 15 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet.